Tag-Archiv für 'novemberrevolution'

Von Spartakus zur KPD

Im Zuge der Novemberrevolution kam es vor 100 Jahren auch zur Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands – manche sagen zu spät, manche sagen zu früh. Dabei war die Gründung der KPD von erheblichen inneren Kontroversen geprägt. Ich habe mit dem Historiker Ottokar Luban über die Gründung der KPD gesprochen, wobei wir einen Bogen von der Gruppe Internationale über den Spartakusbund bis zur Parteigründung schlagen. Im Interview erwähne ich die lesenswerte Autobiografie von Karl RetzlawSpartakus. Aufstieg und Niedergang. Erinnerungen eines Parteiarbeiters“. Eine lesenswerte Polemik zum LL-Leichenumzug findet sich hier.

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Deutsche ohne Bahnsteigkarte

Das Transit-Magazin hat am 15.01. (dem 100. Todestag von Rosa Luxemburg) einen Text von Daniel Kulla über die Revolution 1918/19 veröffentlicht (ursprünglich erschienen in der Oktober/November-Ausgabe der Corax-Programmzeitung). Auf Grundlage dieses Textes habe ich im Oktober ein Interview mit Kulla geführt:

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Siehe auch:

    mein Text über die Novemberrevolution in Halle
    weitere Interviews zur Novemberrevolution

Die Novemberrevolution in Halle

Anlässlich der 100. Jährung der Novemberrevolution hat sich im letzten Jahr die Oktober/November-Ausgabe der Radio-Corax-Programmzeitung diesem Thema gewidmet. Ich habe dafür einen kurzen Text über die Novemberrevolution in Halle veröffentlicht. Das Transit-Magazin hat diesen Text online veröffentlicht. Parallel zur Programmzeitung habe ich im tagesaktuellen Programm von Corax verschiedene Gespräche über die Novemberrevolution geführt, die sich hier aufgelistet finden. Hervorheben möchte ich das Interview mit Ralf Hoffrogge über Richard Müller (siehe dazu auch die Wutpilger-Ausgabe), das Gespräch mit Daniel Kulla und das Interview mit Thies Marsen über „100 Jahre Freistaat Bayern – 100 Jahre NSU“ – wobei ich natürlich alle anderen Beiträge auch hörenswert finde. Die Gesprächsserie findet Anfang dieses Jahres ihren Fortgang.

ZENTRUM DER RÄTEBEWEGUNG?

Kurzes zur Geschichte der Novemberrevolution
in Halle und Umgebung

Um die Jahrhundertwende war Halle-Merseburg zu einem bedeutenden Industriezentrum geworden. Die Schnelligkeit und Brutalität der Industrialisierung und die Arbeitsmigration aus dem ganzen Reich führten bald zu einer Radikalisierung des noch im Entstehen begriffenen Proletariats. Halle hatte eine sehr mitgliederstarke Organisation der SPD, die über großen Einfluss in den Belegschaften verfügte und dem linken Flügel der Sozialdemokratie angehörte. Die hallische SPD hatte enge Kontakte zu Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und Franz Mehring und solidarisierte sich mit denjenigen Abgeordneten der SPD, die gegen die Kriegskredite gestimmt hatten. So wie diese aus der Reichstagsfraktion wurde die hallische Bezirksorganisation im März 1916 aus der SPD ausgeschlossen. Kurz darauf trat die heimatlose hallische Parteiorganisation nahezu geschlossen der USPD bei, die von den Kriegsgegnern innerhalb der SPD gegründet worden war. Auch innerhalb der USPD galt der hallische Verband als besonders links und es bestanden Kontakte zur 1914 gegründeten „Gruppe Internationale“ (ab 1916 „Spartakusbund“). Trotz der Nähe dieser Fraktionen innerhalb der Arbeiterbewegung gründete sich auch in Halle 1919 ein Ortsverband der KPD, woraufhin USPD und KPD in einem Konkurrenzverhältnis standen. (mehr …)

Wutpilger Streifzüge 11-2018

In der Novemberausgabe der Sendereihe Wutpilger-Streifzüge beschäftige ich mich mit Richard Müller und den revolutionären Obleuten – ein klandestines Netzwerk von gewerkschaftlichen Vertraunsleuten, das während des 1. Weltkrieges 3 politische Massenstreiks organisiert hatte und das maßgeblich in der Novemberrevolution gewirkt hat. Grundlage ist u.a. ein Gespräch mit Ralf Hoffrogge, der eine Biographie über Richard Müller geschrieben hat. Siehe auch: Senderreihe zur Novemberrevolution mit zahlreichen Gesprächen.

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Ruhe und Ordnung in Halle

Ruhe und Ordnung – Roman aus dem Leben der nationalgesinnten Jugend“ ist der Titel eines Romans von Ernst Ottwalt. Schauplatz dieser Autobiografie ist die Stadt Halle. Ottwalt schildert die Folgeereignisse der Novemberrevolution in Halle – dies aus der Sicht eines Freikorps-Soldaten und Spitzels in revolutionären Arbeiterkreisen. Ottwalt beschreibt nicht nur einen Teil der Stadtgeschichte Halles, sondern legt auch eine psychologische Studie über jenes Milieu vor, aus dem später die nationalsozialistische Bewegung entstand. In seinem weiteren Lebensweg wechselte Ottwalt die Seiten und wurde zu einem Kommunisten – er bewegte sich im Umfeld des linken Malik-Verlags und arbeitete mit Bertolt Brecht zusammen. Ich habe das Buch gemeinsam mit meiner Kollegin Christina im Morgenmagazin von Radio Corax vorgestellt. In Halle ist zur Zeit eine Ausstellung über den Malikverlag zu sehen.

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