Tag-Archiv für 'arbeiterbewegung'

Wutpilger Streifzüge 02-2019

Eine Sendung über die Geschichte der „Arbeiter-Illustrierten-Zeitung“, die von 1921 bis 1938 erschienen ist – ab 1936 umbenannt in „Volks-Illustrierte“. Erst war sie eine Illustrierte Zeitung der Weimarer Republik – später ein Exilblatt. Immer versuchte sie, ein internationales Publikum anzusprechen. Herausgegeben und maßgeblich geprägt wurde sie von Willi Münzenberg. Wie die Arbeiter Illustrierte Zeitung entstand, was das besondere an dieser Illustrierten gewesen ist und welche Formen von Gegenöffentlichkeit hier entstanden sind – darum geht es in der Sendung. Mit einigen Ausführungen zur AIZ hört ihr Lilli Helmbold – musikalisch zu hören ist das Globe Unity Orchestra und Juan Hidalgo.

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Die Novemberrevolution in Halle

Anlässlich der 100. Jährung der Novemberrevolution hat sich im letzten Jahr die Oktober/November-Ausgabe der Radio-Corax-Programmzeitung diesem Thema gewidmet. Ich habe dafür einen kurzen Text über die Novemberrevolution in Halle veröffentlicht. Das Transit-Magazin hat diesen Text online veröffentlicht. Parallel zur Programmzeitung habe ich im tagesaktuellen Programm von Corax verschiedene Gespräche über die Novemberrevolution geführt, die sich hier aufgelistet finden. Hervorheben möchte ich das Interview mit Ralf Hoffrogge über Richard Müller (siehe dazu auch die Wutpilger-Ausgabe), das Gespräch mit Daniel Kulla und das Interview mit Thies Marsen über „100 Jahre Freistaat Bayern – 100 Jahre NSU“ – wobei ich natürlich alle anderen Beiträge auch hörenswert finde. Die Gesprächsserie findet Anfang dieses Jahres ihren Fortgang.

ZENTRUM DER RÄTEBEWEGUNG?

Kurzes zur Geschichte der Novemberrevolution
in Halle und Umgebung

Um die Jahrhundertwende war Halle-Merseburg zu einem bedeutenden Industriezentrum geworden. Die Schnelligkeit und Brutalität der Industrialisierung und die Arbeitsmigration aus dem ganzen Reich führten bald zu einer Radikalisierung des noch im Entstehen begriffenen Proletariats. Halle hatte eine sehr mitgliederstarke Organisation der SPD, die über großen Einfluss in den Belegschaften verfügte und dem linken Flügel der Sozialdemokratie angehörte. Die hallische SPD hatte enge Kontakte zu Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und Franz Mehring und solidarisierte sich mit denjenigen Abgeordneten der SPD, die gegen die Kriegskredite gestimmt hatten. So wie diese aus der Reichstagsfraktion wurde die hallische Bezirksorganisation im März 1916 aus der SPD ausgeschlossen. Kurz darauf trat die heimatlose hallische Parteiorganisation nahezu geschlossen der USPD bei, die von den Kriegsgegnern innerhalb der SPD gegründet worden war. Auch innerhalb der USPD galt der hallische Verband als besonders links und es bestanden Kontakte zur 1914 gegründeten „Gruppe Internationale“ (ab 1916 „Spartakusbund“). Trotz der Nähe dieser Fraktionen innerhalb der Arbeiterbewegung gründete sich auch in Halle 1919 ein Ortsverband der KPD, woraufhin USPD und KPD in einem Konkurrenzverhältnis standen. (mehr …)

Wutpilger Streifzüge 11-2018

In der Novemberausgabe der Sendereihe Wutpilger-Streifzüge beschäftige ich mich mit Richard Müller und den revolutionären Obleuten – ein klandestines Netzwerk von gewerkschaftlichen Vertraunsleuten, das während des 1. Weltkrieges 3 politische Massenstreiks organisiert hatte und das maßgeblich in der Novemberrevolution gewirkt hat. Grundlage ist u.a. ein Gespräch mit Ralf Hoffrogge, der eine Biographie über Richard Müller geschrieben hat. Siehe auch: Senderreihe zur Novemberrevolution mit zahlreichen Gesprächen.

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Wutpilger Streifzüge 03-2018

In der Märzausgabe der Wutpilger-Sendung bin ich einmal darauf zurückgegangen, was eigentlich das Wutpilgern bedeutet. Dazu hört ihr Auszüge aus meiner ersten Sendung kombiniert mit aktuellen Überlegungen. Zu Wort kommen außerdem Gerd Roscher und Jan Bönkost, die ich kürzlich zur Geschichte des Arbeiter- und der Piratenradios interviewt habe. Flankiert wird das Ganze außerdem von Überlegungen zu den Grenzen des freien Radios, die Anna Lensen, Patrick Korchmar und Jerome Joswig einmal in eine radiophile Form gebracht haben. Also – es geht um die Wut, die Geschichte und das Radio-Machen.

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