ärgernis http://aergernis.blogsport.de f ich l kann u fliegen x bin u vogel s Thu, 18 Oct 2018 08:58:33 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Abschied von der SPEX http://aergernis.blogsport.de/2018/10/18/abschied-von-der-spex/ http://aergernis.blogsport.de/2018/10/18/abschied-von-der-spex/#comments Thu, 18 Oct 2018 08:20:45 +0000 Ærgernis Geflattert RadioGeflattertJournalismusPopPopkulturRadioSpex http://aergernis.blogsport.de/2018/10/18/abschied-von-der-spex/ Im Editorial ihrer aktuellen Ausgabe hat die Musikzeitschrift SPEX angekündigt, das Erscheinen zum Jahresende einzustellen. Auch wenn ich SPEX in den letzten Jahren nicht mehr verfolgt habe und mir ihr Ansatz oft zu postmodern war (ich gleichwohl viel gute Musik durch Spex entdeckt habe, nicht zuletzt einen meiner Lieblingsmusiker), glaube ich, dass das Ende der SPEX ein Verlust ist. In einem Radio-Beitrag verabschiede ich mich von der SPEX. Gemeinsam mit Roger Behrens (Testcard) und Nico von Radio CORAX gehe ich den Frage nach, was die SPEX war und was kritischer Popjournalismus bedeuten kann.

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Erhart Löhnberg: Linkssozialist, Antifaschist und Marx-Interpret http://aergernis.blogsport.de/2018/10/17/500/ http://aergernis.blogsport.de/2018/10/17/500/#comments Wed, 17 Oct 2018 09:01:55 +0000 Ærgernis Literaturhinweis RadioErhart LöhnbergExilKarl MarxLateinamerikaLinkssozialismusLiteraturhinweisNathanael WolffNationalsozialismusRadio http://aergernis.blogsport.de/2018/10/17/500/ Erhart Löhnberg wurde 1903 als Sohn eines jüdischen Arztes geboren. In der Weimarer Republik betätigte er sich in pazifistischen und linken studentischen Gruppen. 1937 musste er vor der Verfolgung der Nationalsozialisten fliehen. Im bolivianischen Exil bemühte er sich um die Organisierung einer antifaschistischen Einheitsfront, er gehörte zum deutschen Emigranten-Komitee Das Andere Deutschland und betätigte sich als undogmatischer Linkssozialist. Zurück in Deutschland veröffentlichte er 1975 eine Einführung in die drei Bände des „Kapitals“ von Karl Marx und kommentierte darin auch die Debatten um die Interpretationen und Probleme marx’scher Theorie. Heute ist sein Leben und Werk so gut wie vergessen.

Auf verdienstvolle Weise hat Nathanael Wolff zum Lebensweg von Erhart Löhnberg geforscht und die Resultate in einem Text beim Online-Magazin Kritische Perspektive zusammengefasst. Darin geht er auch auf Stärken und Schwächen der Marx-Interpretation Löhnbergs ein. Ich habe mit Nathanael Wolff ein Interview über Löhnberg geführt. Das Interview beginnt mit der Frage danach, warum Löhnberg heute so vergessen ist.

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Ruhe und Ordnung in Halle http://aergernis.blogsport.de/2018/09/19/ruhe-und-ordnung-in-halle/ http://aergernis.blogsport.de/2018/09/19/ruhe-und-ordnung-in-halle/#comments Wed, 19 Sep 2018 08:42:05 +0000 Ærgernis Literaturhinweis RadioErnst OttwaltHalleLiteraturhinweisMalik VerlagNationalismusNovemberrevolutionRadioRadio CoraxRuhe und OrdnungWeimarer Republik http://aergernis.blogsport.de/2018/09/19/ruhe-und-ordnung-in-halle/ Ruhe und Ordnung – Roman aus dem Leben der nationalgesinnten Jugend“ ist der Titel eines Romans von Ernst Ottwalt. Schauplatz dieser Autobiografie ist die Stadt Halle. Ottwalt schildert die Folgeereignisse der Novemberrevolution in Halle – dies aus der Sicht eines Freikorps-Soldaten und Spitzels in revolutionären Arbeiterkreisen. Ottwalt beschreibt nicht nur einen Teil der Stadtgeschichte Halles, sondern legt auch eine psychologische Studie über jenes Milieu vor, aus dem später die nationalsozialistische Bewegung entstand. In seinem weiteren Lebensweg wechselte Ottwalt die Seiten und wurde zu einem Kommunisten – er bewegte sich im Umfeld des linken Malik-Verlags und arbeitete mit Bertolt Brecht zusammen. Ich habe das Buch gemeinsam mit meiner Kollegin Christina im Morgenmagazin von Radio Corax vorgestellt. In Halle ist zur Zeit eine Ausstellung über den Malikverlag zu sehen.

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Wutpilger Streifzüge 09-2018 http://aergernis.blogsport.de/2018/09/16/wutpilger-streifzuege-09-2018/ http://aergernis.blogsport.de/2018/09/16/wutpilger-streifzuege-09-2018/#comments Sun, 16 Sep 2018 17:30:03 +0000 Ærgernis Wutpilger1968Asger JornBauhausHans ChristHochschule für GestaltungMax BillSituationistische InternationaleUlmWutpilger http://aergernis.blogsport.de/2018/09/16/wutpilger-streifzuege-09-2018/ In der aktuellen Ausgabe der Sendereihe „Wutpilger-Streifzüge“ habe ich mich mit der Geschichte des Bauhaus auseinadnergesetzt. Es geht darin insbesondere um linke Debatten ums Bauhaus und ein mögliches Erbe, das das Bahaus birgt. Grundlage ist ein Interview mit Hans Christ, Direktor des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart, wo zur Zeit eine Ausstellung über „50 Jahre nach 50 Jahre Bauhaus 1968“ zu sehen ist. Musik: Béla Bartók, Le Syndicat Electronique.

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Wutpilger Streifzüge 08-2018 http://aergernis.blogsport.de/2018/08/19/wutpilger-streifzuege-08-2018/ http://aergernis.blogsport.de/2018/08/19/wutpilger-streifzuege-08-2018/#comments Sun, 19 Aug 2018 13:00:02 +0000 Ærgernis Wutpilger1968AntirassismusChristian FringsDetroitDRUMFelix KlopotekKlassenkämpfeMalte MeyerPeter ScheiffeleRassismusUSA http://aergernis.blogsport.de/2018/08/19/wutpilger-streifzuege-08-2018/ Für die August-Ausgabe der Sendereihe Wutpilger-Streifzüge habe ich ein Feature über schwarze Fabrikrevolten 1968 in Detroit produziert. Das Feature basiert einerseits auf dem Text „DRUM Beats Detroit – Schwarze Fabrikrevolten 1968“ von Christian Frings, Felix Klopotek, Malte Meyer und Peter Scheiffele und andererseits auf einem Interview zum Thema, das ich mit Felix Klopotek geführt habe. Dieses Interview fand statt im Rahmen einer CORAX-Sendereihe über 1968.

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In der Sendung sind ausschließlich Songs von Bands enthalten, die aus Detroit kommen:

  1. Joe L. Carter – Please Mr. Foreman
  2. Gil Scott Heron – We Almost Lost Detroit
  3. Death – You‘re a Prisoner
  4. Black Merda – Long Burn the Fire
  5. The Dirtbombs – Living for the City
  6. MC5 – Come Together
  7. Juan Atkins – Techno City
  8. Drexciya – You Don‘t Know

Danke an Felix Klopotek für die Musiktips.

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Wutpilger Streifzüge 07-2018 http://aergernis.blogsport.de/2018/07/19/wutpilger-streifzuege-07-2018/ http://aergernis.blogsport.de/2018/07/19/wutpilger-streifzuege-07-2018/#comments Thu, 19 Jul 2018 06:35:40 +0000 Ærgernis WutpilgerLyrikPoesieProsaPunk http://aergernis.blogsport.de/2018/07/19/wutpilger-streifzuege-07-2018/ In der Juli-Ausgabe der Sendereihe Wutpilger-Streifzüge widme ich mich der Punk- und Straßenpoesie. Zu hören ist die Vertonung eines Punk-Fanzines, das ich vor einigen Jahren in Weimar in die Hände bekommen habe: „… und wahrlich, die Straßen sehnen sich nach mir“.

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Wutpilger Streifzüge 06-2018 http://aergernis.blogsport.de/2018/06/17/wutpilger-streifzuege-06-2018/ http://aergernis.blogsport.de/2018/06/17/wutpilger-streifzuege-06-2018/#comments Sun, 17 Jun 2018 19:30:22 +0000 Ærgernis Wutpilger19681998BewegungsgeschichteFrankreichFSKKlassenkämpfeMidnight NotesNeue LinkeParisSituationistische Internationale http://aergernis.blogsport.de/2018/06/17/wutpilger-streifzuege-06-2018/ In der Juni-Ausgabe der Sendereihe Wutpilger-Streifzüge habe ich mich ein weiteres mal mit 1968 beschäftigt – dieses mal in einer Art Recycling: Zu hören ist eine Ausgabe des Magazins Midnight Notes, die ursprünglich 1998 beim Hamburger FSK gesendet wurde. Die Sendung konzentriert sich vor allem auf eine Schilderung des Pariser Mai 1968: Der Aufstand der Studenten, die Dynamik des danach folgenden Generalstreiks und das Ende der traditionellen Linken. Material sind dabei vor allem die Schilderungen des libertären Trotzkisten Maurice Brinton, der im Mai 1968 in Paris zugegen war. Der zweite Teil der Midnight-Notes-Sendung ist im Audioarchiv dokumentiert.

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Brigitte Reimann: Franziska Linkerhand http://aergernis.blogsport.de/2018/05/22/484/ http://aergernis.blogsport.de/2018/05/22/484/#comments Tue, 22 May 2018 18:54:32 +0000 Ærgernis Literaturhinweis Film RadioBauenBrigitte ReimannDDRFeminismusFilmFranziska LinkerhandHalleLiteraturLiteraturhinweisLothar WarnekeRadioRadio CoraxStädtebauStadtUnser kurzes LebenUrbanismus http://aergernis.blogsport.de/2018/05/22/484/

Später erst habe ich begriffen, daß in einer Gesellschaft, die den Frauen gleichen Lohn für gleiche Arbeit zahlt (darüber gibt es nichts zu reden), daß bei uns noch andere ungeschriebene Gesetze walten, die in einer von Männern beherrschten Welt gemacht worden sind, – die werden mitgeschleppt, zäh und dumm und als ein Joch, unter das man unseren Nacken beugt, nicht anders als das verfluchte Man-tut-das-nicht meiner Eltern …

Soll das heißen: sie stellt die Prinzipien des sozialistischen Städtebaus in Frage? Die Dogmen – ja, sagte sie. Schafheutlin stemmte die Fersen gegen den Boden. Die Komplexe zum Beispiel? – Ein Haufen Angerdörfer. – Aber die ökonomisch günstigste Lösung. – Aber Mord an der Stadt. – Für sie spielt Ökonomie natürlich keine Rolle. – Und Sie denken nur in Wohnungseinheiten …

Mit diesen Zitaten sind zwei zentrale Stränge des Romans „Franziska Linkerhand“ von Brigitte Reimann hervorgekehrt: Die Emanzipation der Frau und die Frage des Städtebaus in der DDR. Was „Franziska Linkerhand“ – ebenso wie die Literaturverfilmung „Unser kurzes Leben“ von Lothar Warneke – gegenüber den meisten heutigen Literaturerzeugnissen auszeichnet, ist, dass das Alltags- und Berufsleben und die damit verbundenen Konflikte zum Sujet erhoben werden, ohne dass der Inhalt dadurch banal würde. Ich habe den Roman gemeinsam mit meiner Kollegin Christina im Morgenmagazin von Radio Corax vorgestellt:

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Wutpilger Streifzüge 05-2018 http://aergernis.blogsport.de/2018/05/20/wutpilger-streifzuege-05-2018/ http://aergernis.blogsport.de/2018/05/20/wutpilger-streifzuege-05-2018/#comments Sun, 20 May 2018 19:30:01 +0000 Ærgernis Wutpilger1968BewegungsgeschichteBiene Baumeister Zwi NegatorFrankreichKlassenkämpfeKunstParisSituationistische InternationaleSpektakel http://aergernis.blogsport.de/2018/05/20/wutpilger-streifzuege-05-2018/ In der Mai-Ausgabe von Wutpilger-Streifzüge habe ich ein ausführliches Interview gesendet, das ich mit Kazimir und Negator geführt habe. Es geht darin um den Pariser Mai 1968 und die Rolle der Situationisten darin. Das Interview fand im Vorfeld eines Vortrags und eines Workshops im Rahmen der Reihe Kunst, Spektakel & Revolution statt. Das Interview war außerdem Teil einer Sendereihe über 1968, die hier (fortlaufend ergänzt) dokumentiert wird.

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Besuchen Sie Freiburg im Breisgau http://aergernis.blogsport.de/2018/05/20/besuchen-sie-freiburg-im-breisgau/ http://aergernis.blogsport.de/2018/05/20/besuchen-sie-freiburg-im-breisgau/#comments Sun, 20 May 2018 18:39:11 +0000 Ærgernis Orte http://aergernis.blogsport.de/2018/05/20/besuchen-sie-freiburg-im-breisgau/ Denn es ist eine sehr schöne Stadt. Hier gibt es Schwarzwaldberge, eine schöne Altstadt mit Münster, Ochsenbrust in Meerrettichsoße und: die Säule der Toleranz. Die Säule und die Probleme auf dem Augustinerplatz waren erst kürzlich wieder eine Schlagzeile wert. Hören Sie, was es damit auf sich hat:

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Besuchen Sie Halle an der Saale http://aergernis.blogsport.de/2018/05/12/besuchen-sie-halle-an-der-saale/ http://aergernis.blogsport.de/2018/05/12/besuchen-sie-halle-an-der-saale/#comments Sat, 12 May 2018 13:53:13 +0000 Ærgernis Orte http://aergernis.blogsport.de/2018/05/12/besuchen-sie-halle-an-der-saale/ Denn es ist eine sehr schöne Stadt. Hier gibt es Leberbrötchen, Halorenschnecken, einen 24-Stunden-Edeka, eine Rotlicht-Ralley, einen großen Boulevard und: das Denkmal des wilden Mannes. All das kann untenstehend angehört oder hier nachgelesen werden.

Guten Appetit!

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An dem ein oder anderen Punkt haben sie Recht http://aergernis.blogsport.de/2018/05/01/an-dem-ein-oder-anderen-punkt-haben-sie-recht/ http://aergernis.blogsport.de/2018/05/01/an-dem-ein-oder-anderen-punkt-haben-sie-recht/#comments Tue, 01 May 2018 12:02:03 +0000 Ærgernis Politics Text http://aergernis.blogsport.de/2018/05/01/an-dem-ein-oder-anderen-punkt-haben-sie-recht/ Ein gewisser Quextrott Feeper hat ein Flugblatt der Halle’schen AG No Tears for Krauts kommentiert, das Halle’sche Debattenmagazin „Transit“ hat den Kommentar veröffentlicht. Ein immer noch sehr lesenswerter Text zu einigen Ausfällen der AG ist hier veröffentlicht. Ansonsten sollte man sich eher den Gegenständen der Debatte selbst zuwenden, als sich an der AG abzuarbeiten – diese Herren haben sowieso kein Interesse an einer Diskussion.

Anmerkungen zu einem Flugblatt der AG No Tears for Krauts

Ein Flugblatt der AG No Tears for Krauts pöbelt gegen eine Antifa-Demo, die es sich vorgenommen hat, die Kampagne gegen das Hausprojekt der Identitären in Halle mit einer dezidiert feministischen Willensbekundung zu verbinden. Der Schwerpunkt eines solchen Flugblatts lässt sich denken: Da die Demonstranten nicht die Kritik des Islamismus ins Zentrum rücken, ist ihr gesamtes Anliegen verkehrt, gar „Appeasement gegenüber dem Islam“. Der Vorwurf der AG an die Antifa-Demo geht dabei einen kleinen psychologischen Umweg: Der Aufwand, den die Organisatoren der Kampagne und der Demonstration betreiben, resultiert für die AG nicht aus bestimmter Weltsicht, Argumenten, politischer Motivation – die unzureichend, verkehrt, kritisierenswert sein können – sondern es handelt sich um eine Vermeidungsstrategie. All das Organisieren, Argumentieren, Demonstrieren der geschmähten Antifas geschieht nur aus einem einzigen Grund, der sich hinter ihren offiziellen Verlautbarungen verbirgt: Um nicht über den Islam sprechen zu müssen. (mehr…)

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Raban Radio Online http://aergernis.blogsport.de/2018/04/22/raban-radio-online/ http://aergernis.blogsport.de/2018/04/22/raban-radio-online/#comments Sun, 22 Apr 2018 10:12:55 +0000 Ærgernis Fundstück Radio http://aergernis.blogsport.de/2018/04/22/raban-radio-online/

Eine von mir sehr geschätzte Radio-Genossin hat einen Blog erstellt, auf dem sie Interviews, Beiträge und Features online stellt. Den möchte ich nicht einfach nur in meine Linkliste aufnehmen, sondern explizit darauf hinweisen: Es lohnt sich, ein wenig darauf rumzustöbern. Schwerpunktthemen sind bisher Flucht und Exil im zweiten Weltkrieg, Literatur der Zwischenkriegszeit und Tod & Freitod. Auf weitere Themen darf man gespannt warten.

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1968 – eine nationale Erfolgsgeschichte? http://aergernis.blogsport.de/2018/04/19/1968-eine-nationale-erfolgsgeschichte/ http://aergernis.blogsport.de/2018/04/19/1968-eine-nationale-erfolgsgeschichte/#comments Thu, 19 Apr 2018 08:26:54 +0000 Ærgernis Politics Text http://aergernis.blogsport.de/2018/04/19/1968-eine-nationale-erfolgsgeschichte/ Auf dem Debatten-Magazin Transit habe ich einen Text über einige Aspekte der Revolten um das Jahr 1968 herum veröffentlicht. Es ist die extended version eines Textes, den ich für die April/Mai-Programmzeitung von Radio Corax geschrieben habe. Transit wird die übrigen darin enthaltenen Texte im Laufe der nächsten Wochen Stück für Stück veröffentlichen (u.a. Peter Birke über das „proletarische“ 1968 und Bernd Gehrke über 1968 in der DDR). Ergänzend sei auf das Büchlein „Mai 68 – Die Subversion der Beleidigten“ von Maurice Brinton hingewiesen – ein sehr lesenswerter Bericht über die Mai-Ereignisse von 1968 in Paris. Überhaupt lohnt sich ein Blick in das Programm von bahoe books. Hinweisen möchte ich außerdem auf den Vortrag „Der Beginn einer Epoche? Eine kurze Geschichte von Detournement und Récupération des Mai ’68“ am 24.05.2018 in Weimar und auf den darauf folgenden Wochenendworkshop über 1968.

Über einige Aspekte der Revolten um das Jahr 1968 herum

Wenn im Jahr 2018 öffentlich über das 50-jährige Jubiläum von 1968 nachgedacht wird, dann wird nur ein Teil der Öffentlichkeit eine nachträgliche Dämonisierung vornehmen. Konservativen und Rechts-Nationalen ist 1968 ein Lehrbeispiel dafür, dass einem utopischen Aufbruch ein dämonisches Gewaltpotential innewohnt – sie ziehen eine direkte Verbindung von den vorlauten Schwärmereien eines Rudi Dutschke zu den Kugeln aus den Gewehren der RAF. Und sie warnen vor dem viel zu großen Einfluss, den die 1968er noch heute auf unsere Öffentlichkeit haben. Ein anderer Teil der Öffentlichkeit – und vielleicht ist es der größere – wird 1968 als Erfolgsgeschichte erzählen. Hier gilt 1968 als ein Aufbruch, der unsere ganze Öffentlichkeit, Kultur und Politik gründlich modernisiert und zivilisiert hat, der uns heute in Freiheit und Pluralität leben lässt, ein Aufbruch, der so sehr zur deutschen Geschichte dazu gehört, dass man gründlich stolz darauf sein kann. Tatsächlich haben viele wichtige Persönlichkeiten der gegenwärtigen Politik und Kultur mit 1968 ihre Karriere begonnen – und so ist 1968 ein Teil ihrer persönlichen Erfolgsgeschichte. (mehr…)

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Wutpilger Streifzüge 04-2018 http://aergernis.blogsport.de/2018/04/17/wutpilger-streifzuege-04-2018/ http://aergernis.blogsport.de/2018/04/17/wutpilger-streifzuege-04-2018/#comments Tue, 17 Apr 2018 12:00:24 +0000 Ærgernis WutpilgerPoesieProsaRauschSubkultur http://aergernis.blogsport.de/2018/04/17/wutpilger-streifzuege-04-2018/ In der April-Ausgabe von Wutpilger-Streifzüge habe ich ein paar Dichtungen aus dem Freundeskreis einsprechen lassen und in eine hörbare Collage eingefügt. Es geht um Subkultur, Rausch und die Frage nach dem anderen Leben.

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Einige der in der Sendung erwähnten Fotos von Patrick Liebach können hier und hier betrachtet werden. In der Sendung verwendete Musik: Tony Conrad | Yoshi Wada | Charlie Megira | Jonny Kurt vs. Hank the Tank | Mommy Boys | Die Kassierer | NoMeansNo | Robert Schumann.

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Von ‚Crisis‘ zu ‚Death in June‘ http://aergernis.blogsport.de/2018/04/15/von-crisis-zu-death-in-june/ http://aergernis.blogsport.de/2018/04/15/von-crisis-zu-death-in-june/#comments Sun, 15 Apr 2018 18:27:55 +0000 Ærgernis Politics Melodie Radio http://aergernis.blogsport.de/2018/04/15/von-crisis-zu-death-in-june/ Über die Grauzone im Neofolk

Fans des ’70er-Jahre-Anarchopunk mögen sich über diese Nachricht freuen: Die britische Band „Crisis“ hat sich wiedervereinigt und wird in diesem Jahr unter anderem auf dem „Wave-Gothik-Treffen“ (WGT) in Leipzig spielen. Allerdings hat diese Nachricht einen faden Beigeschmack – sie ist im Zusammenhang mit einer Diskussion über die Grauzone in der „Schwarzen Szene“ zu sehen. Eine Diskussion, der sich diese Szene nie wirklich gestellt hat. Aus „Crisis“ ist Anfang der ’80er Jahre die Band „Death in June“ hervorgegangen, die das Genre des Neofolk maßgeblich geprägt hat und die sich immer wieder positiv auf die SA und den Strasser-Flügel der NSDAP bezogen hat. Um dieser Gemengelage auf den Grund zu gehen, haben ich ein Interview mit Peter Schulz geführt, der sich immer wieder kritisch mit dem Genre des Neofolk auseinandergesetzt hat. Ich habe ihn zunächst nach einer Definition des Neofolk gefragt.

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Ergänzend sei auf den sehr lesenswerten Text „Ästhetik des Eigensinns – Goth zwischen bürgerlichem Befreiungsideal und Duldung der Barbarei“ aus dem Cee Ieh hingewiesen, an dem Peter Schulz mitgeschrieben hat. In der 7. Ausgabe von „Kunst, Spektakel und Revolution“ werden Magdalena Gerwien und Peter Schulz einen Text über „Schwärze und Dunkelheit im Neofolk“ veröffentlichen. Die Ausgabe ist derzeit in Arbeit und wird in den nächsten Monaten erscheinen. In KSR N°3 schrieben sie bereits über „Risse im Traum – Neue Barbaren in Brechts Nordseekrabben“.

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Art is a weapon – Ein Film über Angel Wagenstein http://aergernis.blogsport.de/2018/04/05/art-is-a-weapon-ein-film-ueber-angel-wagenstein/ http://aergernis.blogsport.de/2018/04/05/art-is-a-weapon-ein-film-ueber-angel-wagenstein/#comments Thu, 05 Apr 2018 08:57:16 +0000 Ærgernis Film Radio http://aergernis.blogsport.de/2018/04/05/art-is-a-weapon-ein-film-ueber-angel-wagenstein/ Andrea Simon hat einen Film über den bulgarischen Drehbuchautoren Angel Wagenstein gemacht, der u.a. mit dem DEFA-Regisseur Konrad Wolf zusammengearbeitet hat. Ich habe mit ihr über Wagenstein und die Geschichte Bulgariens gesprochen und daraus einen Radio-Beitrag gebaut. Alle Infos zum Film und einen Trailer gibt es hier. Den Film „Sterne“ von Konrad Wolf, der im Beitrag eine zentrale Rolle spielt, für den Wagenstein das Drehbuch geschrieben hat, kann man hier ansehen. Eine Sendestrecke zur DEFA, in der auch ein Interview mit Jakob Hayner über Konrad Wolf enthalten ist, findet sich hier – ein Interview mit Andreas Kötzing vom Hannah-Ahrend-Institut Dresden über zensierte DEFA-Filme nach dem 11. Plenum des ZK der SED findet sich hier.

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Beat und Gammler, Konsum und Verweigerung http://aergernis.blogsport.de/2018/04/04/beat-und-gammler-konsum-und-verweigerung/ http://aergernis.blogsport.de/2018/04/04/beat-und-gammler-konsum-und-verweigerung/#comments Wed, 04 Apr 2018 14:45:43 +0000 Ærgernis Radio http://aergernis.blogsport.de/2018/04/04/beat-und-gammler-konsum-und-verweigerung/ Anlässlich seines morgigen Vortrags in Weimar habe ich ein Interview mit Wolfgang Seidel geführt. Er argumentiert darin, dass in der Studentenbewegung von 1968 bereits eine gewisse Verachtung gegenüber Arbeiter*innen anwesend war – weshalb der Weg von 1968 zu Hartz IV (verkörpert in Gerhard Schröder) als nicht zu abwegig erscheint. Statt einer Fokussierung auf das eine Jahr 1968 schlägt Seidel eine Betrachtung der long sixties vor. Innerhalb dieses Zeitraumes werden erhebliche Konflikte um Jugend, Ausbildung, Arbeit, Lebensstandard und Geschlechterverhältnisse ausgetragen. Das von Seidel erwähnte Gespräch zwischen Enzensberger, Dutschke und Rabehl im Kursbuch findet sich hier. Zum Thema 1968 sei außerdem die aktuelle Programmzeitung von Radio Corax empfohlen, deren Inhalte ihren Weg auf diesen Blog noch finden werden. Empfehlenswert ist auch die Lektüre des Buches Wir müssen hier raus! Krautrock, Freebeat, Reeducation (zu dem ich Wolfgang Seidel bereits hier interviewt habe).

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