Archiv der Kategorie 'Reiseberichte'

Das ærgerliche Tierlexikon zum Hören #1

Tiere um uns – was wär‘n wir ohne sie“, so sang es schon Jochen Distelmeyer und da successless und ich Freunde des Projekts „Versöhnung mit der Natur“ sind, haben wir uns gedacht, diese eigene Welt, in der die Tiere leben, der Blogsport-Gemeinde etwas näher zu bringen. Da der gemeine Blogsportler sehr lesefaul ist, sind wir mit unserem Aufnahmegerät in die Natur gegangen, haben die Geräusche der unterschiedlichsten Tiere aufgenommen und naturgetreue Zeichnungen der selbigen angefertigt. Niemand soll nun mehr sagen können, das da draußen sei das Unbekannte, Ungeheuerliche, das gar beherrscht werden müsse.

In der ersten Folge stellen wir euch die Brüllmücke vor:

Vom Dorfe her

Ich habe eben die recht erdrückenden Gedanken von Bubi Zitrone zur Lebenswelt auf dem Dorf gelesen und musste dabei an meine Fotosammlung von Kriegsdenkmälern denken, die sich im Laufe meiner Erkundungen des Weimarer Landes angesammelt hat. Hier einige Impressionen, die denke ich für sich stehen:

Daasdorf

Mattstedt

Nähe Liebstedt

[“Den Gefallenen zum unvergänglichen Ruhme, den Lebenden zur Erhebung, den künftigen Geschlechtern zur Nacheifrung“ (!)]

Kromsdorf:

[“Wir machen die Necher platt“]

Jugendclub (irgendwo in Thüringen):

Beim Zusammenstellen der Fotos ist es mir irgendwie seltsam aufgefallen, dass ich mich doch immer wieder auf mein Fahrrad setze um Erkundungsfahrten durch die umliegenden Dörfer zu machen. Ich bin mir nicht sicher was mich dazu treibt – vielleicht eine Mischung aus Abstoßung und Faszination, die ich sicher nur mit der Gewissheit ertragen kann selbst dem Dorf entkommen zu sein. Eine solcher Erkundungen habe ich vor einigen Jahren zusammen mit drei Freunden bewusst inszeniert und in einem Hörspiel dokumentarisch festgehalten, welches hier angehört werden kann.

Bubi Zitrones Resümee, „dass solche Erfahrungen und Konflikte keine Einzelfälle sind, es den jeweiligen Menschen in entsprechenden Situationen beschissen geht und sie häufig alleine da stehen“ und dass sich dies keinesfalls nur auf bestimmte Gebiete im Erzgebirge beschränkt, kann ich aus meinen Erfahrungen auf dem Dorf bestätigen. […]

Drei Literatur-Hinweise zum Thema:

1. Im ersten Teil von „Das Prinzip Hoffnung“ von Ernst Bloch („Bericht – Tagträume“) schreibt dieser über kindliche und jugendiche Wunschträume in der Provinz. Diese Berichte decken sich zum Teil 100%ig mit meinen damaligen Wunschphantasien.

2. In Thomas Bernhards Roman „Verstörung“ erzählt dieser von einem Tag, an dem er seinen Vater, der der zuständige Amtsarzt für einen provinziellen Landstrich gewesen ist, an einem seiner Rundfahrten durch die dörfliche Landschaft begleitet. In diesem Bericht wird das Elend und die Grausamkeit des Dorfes in einer unerträglichen Intensität beschrieben.

3. Ein Aufruf zur Landflucht als Redebeitrag von Ag No Tears for Krauts zur Situation im ostzonalen Köthen. Dabei musste ich an einen geradezu gegenteiligen Aufruf von Heidegger denken, der glaube ich „Wir bleiben in der Provinz“ heißt, was schon im Titel die Unmenschlichkeit seiner Philosophie entlarvt.

Ps: Wenn ich mich recht erinnere ist die Figur des Sexualmörders Moosbrugger im „Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil ein Typ, der in seinem Wahn ständig über die Dörfer streift und selbst von der Erfahrung des Dorfes geprägt ist. Das müsste ich aber nochmal nachlesen…

Schöner reisen

Am Wochenende hat das Trampen wunderbar funktioniert:

Nun bin ich wie eine kleine Spinne mit sehr kleinen Beinen. Müsste sie auf ihren Beinen laufen, würde sie nur langsam vorwärts kommen. Darum spinnt sie einen Faden so lang, dass er sie hochhalten kann, lässt den Faden los und springt aus in freien Fall. Der Wind greift den Faden und trägt die Spinne los. So bin ich nun, ich weiss nicht wo ich landen werde, ich weiss bloss dass meine Beine klein sind, und dass es schneller geht wenn ich trämpe.

(XN28, 2003)

Dabei musste ich an ein Erlebnis denken, das ich neulich in einer Kneipe hatte. Ich wollte nur kurz noch ein Bier trinken und dann schnell nach Hause gehen, doch dann kam ein Typ auf uns zu, der uns einfach die Hand gab und sich vorstellte. Um uns einen Eindruck von sich zu vermitteln erzählte er uns von einer imaginären Situation, die er interessant fand: Es ging um einen Philosophen auf LSD, der auf einer Brücke steht und irgendetwas verzwicktes passiert – ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern. Obwohl das Zeug was er erzählte ziemlich irre war, fand ich es sehr angenehm ihm zuzuhören – er hatte eine sehr angenehme Sprache (einen leicht schwäbischen Dialekt – nur leicht), eine wohlklingende Stimme und seine Mimik war munter und sympathisch. Normalerweise kann ich es nicht ausstehen von Besoffenen zugelabert zu werden – aber dieser Mann redete trotz offensichtlichem Einfluss von Drogen auf eine Weise, die mich irgendwie ansprach. Ich konnte ihm nicht die ganze Zeit folgen – wir diskutierten über Variation als Aufhebung von Dogma und Beliebigkeit, über das Verhältnis in einer Kneipensituation als Beobachter oder als jemand der darin vollkommen aufgeht, über die Schwierigkeit die in der Kommunikation bei einer solchen Situation besteht. Was jetzt wie typisches, langweiliges Kneipen-Philosophentum klingt, war hier doch irgendwie anders, vielleicht war es aber auch wirklich nur die angenehme Art wie dieser Typ redete. Zwischendurch versuchte er uns über seltsame Bewegungen, geradezu ein Schauspiel, begreiflich zu machen was er uns zu sagen hatte. Und dann erzählte er uns das, was mir am besten im Gedächtnis geblieben ist: Er beschrieb uns ein seltsames Zell-Wesen – halb pflanzlich, halb organisch, nierenförmig, in der Größe eines Sitzkissenes, oder eines kleinen Sofas. Ein Wesen, das sich auf rätselhafte Weise in Schwingung befindet und einige Zentimeter über dem Boden schwebt. Dies sei seine Vorstellung von zukünftigem Reisen – du begegnest einem solchen Wesen und es bietet dir an, dich mitzunehmen. Wohin du willst.

Bubizitrone hat gerade ein neues Wort erfunden: Eintagsflucht. Zu bezeichnend für eine Situation, die nicht aufhören will.

Glubschaugen und Fangzähne

Habe hier einen Text entdeckt, den ich vor sieben Jahren über einen Besuch der Documenta 11 geschrieben habe…

Als wir nach einer längeren Zugfahrt in Kassel ankamen, wollten wir gleich Karten für die Dokumenta 11 kaufen. Also gingen wir zum nächsten Infostand der deutschen Bahn und fragten, wo man die Eintrittskarten kaufen könne. Die drei Damen starrten uns erst ratlos an, bis eine meinte: „Da vorne rechts“.
Also liefen wir bis zum Ende der Bahnhofshalle, und dann rechts. Doch leider konnten wir nirgends eine Verkaufsstelle für die Karten der großen Kunstausstellung finden. Also gingen wir zurück in die Bahnhofshalle und suchten uns einen anderen Infostand der DB. Hier konnte uns wenigstens gleich eine Frau sagen, dass es die Karten nicht hier, sondern im Hauptbahnhof gebe. Also machten wir uns auf in Richtung Innenstadt und fragten uns zum Hauptbahnhof durch, den wir nach einem längeren Fußmarsch erreichten. Vor dem „Kulturbahnhof“ ragte eine schräge Säule in die Höhe, an der ein Mensch hoch lief, als würde es die Erdanziehungskraft gar nicht geben: Das erste Zeichen der 11. Dokumenta! Doch auch hier war nichts ausgeschildert, wo es denn Karten geben könnte, und erst als wir wieder zu einem Infostand gerannt waren, erfuhren wir, dass es die Tickets am Gleis drei zu kaufen gebe. Endlich sahen wir eine Frau aus dem Fenster einer Verkaufsstelle der Dokumenta gucken. Wir zückten schon unser Geld, als wir durch die Frau erfuhren, dass es die Karten „da drüben“ gibt. Auch meine Ratte, die ich mitgenommen hatte, kotzte das wohl ziemlich an, denn sie verkroch sich schnell in meinem Ärmel. O.k.! Endlich hatten wir die Karten und einen Stadtplan. Wir waren gespannt, ob die Ausstellung auch etwas interessantes für uns bieten würde und betraten den ersten Ausstellungsraum am Bahnhof. (mehr…)

Anti-Tisch-Pong

Es begann mit einem gewöhnlichen Tischtennis-Spiel (chinesisch).1 Wir hatten die Regel, dass keiner rausfliegen kann. Als wir eine Weile spielten, gerieten wir in eine gewisse Routine und die ständige Kreisbewegung löste eine gewisse Betäubung aus. Daher sagten wir uns irgendwann, dass es sinvoll wäre die Richtung zu ändern und andersherum um den Tisch zu spielen, damit der Dreh rausgeht. Der Effekt war verwirrend: Im ersten Moment wusste nun keiner mehr, in welche Richtung er laufen sollte. Dies brachte uns derart zum Lachen, dass wir uns überlegten, bei jedem Fehlschlag die Richtung zu wechseln. Der Effekt bereitete erst Verwirrung, bis sich alle auf den nötigen Grad an Konzentration und Aufmerksamkeit eingelassen hatten und das Ganze somit Freude bereitete.

Als nächstes fragte jemand: Wollen wir nicht Ping-Pong2 spielen? Also spielten wir Ping Pong: Zur Eingewöhnung vorerst nur in eine Richtung. Als es relativ flüssig lief, entschieden wir uns wieder bei jedem Fehlschlag die Richtung zu wechseln, wofür wir wieder eine gewisse Zeit der Eingewöhnung benötigten. Nun war der Hunger nach mehr gewachsen und wir entschieden uns nach jedem Fehlschlag die Spielart zu wechseln: Spielten wir Ping-Pong und der Ball landete verkehrt, mussten wir zu Tischtennis wechseln und umgekehrt. Auch diesmal spielten wir zur Eingewöhnung zunächst nur in eine Richtung. Nach der nötigen Einspielzeit wurde nun nach einem Fehlschlag sowohl die Spielart, als auch die Richtung gewechselt, was eine hohe Stufe der Konzentration erforderte.

Nachdem dies einigermaßen flüssig seine Runden lief, begann ein Freund, ohne dass es einen Fehlschlag gegeben hatte, mitten im Spiel in die andere Richtung zu laufen, was uns zunächst verwirrte. Er erklärte uns, dass er nicht willkürlich die Richtung wechselte, sondern lediglich einen anderen Weg nahm um sich schließlich wieder hinter seine_r Vorgänger_in einzuordnen. An dieser Stelle war die Kreisbewegung und die Richtung des Spiels aufgehoben: Einziges Kriterium war, dass man sich merken musste, nach welcher Person man den Ball annehmen nusste, was bedeutete, dass das Spiel an Übersicht verlor, an Tempo gewann und wiederum ein höheres Maß an Konzentration erforderte.

Was nicht bedeutete, dass keine Steigerung mehr möglich war. Zunächst begann der Wechsel zwischen den Spielarten [vermeintlich] willkürlich zu werden: Nach einem Fehlschlag wurde die Spielart zwar immer noch gewechselt, aber diejenige Person, die den Ball zuletzt berührt hatte, durfte (wenn ihr die Laune danach war) diejenige Spielart festlegen, die anschließend weiter gespielt werden sollte. Außerdem kam eine Spielart hinzu, die wir liebevoll „Direkt“ nannten, was bedeutete, dass der Ballkontakt nicht zwischen Tisch und Kelle wechselte, sondern direkt zwischen den Kellen (wie beim Federball). Das ganze bedeutete also: Das Spiel wechselt nach einem Fehlschlag die Richtung (wobei die Richtung inzwischen egal war, da jeder seinen eigenen Weg wählen durfte) und diejenige Person, die den Ball zuletzt berührt hatte, durfte eine Spielart [von dreien] festlegen

Die nächste Steigerung kam dadurch zustande, dass eine weitere Person den Raum betrat und Lust verspürte in das Spiel einzusteigen. Da wir vorher zu siebt gewesen waren, aber nur sieben Tischtennis-Kellen zur Verfügung standen, mussten wir ein Wechselsystem einführen: Wenn jemand Lust verspürte eine kurze pause zu machen und seine Kelle zu übergeben, dann konnte er seine Kelle derjenigen Person in die Hand geben, die gerade am Rande stand und sozusagen frei war; musste aber (um das Spiel nicht durcheinanderzubringen) den Namen seines Vorgängers rufen. Dies bedeutete, dass diejenige Person, die diejenige Person, die gerade ausgestiegen war, sich zuvor in ihrem Bezugssystem als Vorgänger_in merken musste, sich nun auf eine neue Person konzentrieren musste.

An dieser Stelle wurde mir klar: Das ist die Aufhebung des Tisch-Tennis-Spiels. Falls ihr das nicht verstanden habt und Nachfrage besteht, würde ich versuchen die Spielabläufe zu visualisieren.

  1. Erfahrungen mit dem Spiel und der Veränderung von Spielregeln hatte ich bereits vorher gemacht. Aus meiner Ablehnung vin Gesellschaftsspielen (Brettspiel, Kartenspiel) habe ich inzwischen eine äußerste Zuneigung zum freien Spiel entwickelt und ich hatte durchaus entzückende Erlebnisse beim Verändern und Verkehren von bekannten und allgemein anerkannten Spielregeln. Wenn man Mitmenschen findet, die sich darauf einlassen, dann kann man seinen Horizont auf wundersam zweckfreie Art und Weise erweitern. So geschehen beispielsweise an einem außerordentlich langweiligen Seminar-Abend, an dem ich mich darauf einließ, eine Runde Memory mitzuspielen. Schon nachdem die Karten vermischt waren, verließ mich die Lust und ich legte fest, dass nicht mehr das Ziel sei, zwei gleiche Bildchen zu finden, sondern eine Geschichte zu erzählen, die zwei aufgedeckte unterschiedliche Bilder miteinander verbinden sollte. Das Ergebnis war entzückend. Anschließend spielten wir eine Runde Mensch Aergernis dich, bei dem man nicht seine Gegner schlagen durfte. Wenn man mit seiner Figur auf ein Feld rückte, auf der bereits eine eigene Figur stand, musste man diese auf die Startfelder zurücksetzen. Dabei war man verpflichtet, diese Art von Spielzug zu spielen, wenn es möglich war. Die Spieldauer wuchs damit ins Uneremessliche, was den Alkoholpegel steigerte und zur Kreation weiterer neuer Regeln anregte. [zurück]
  2. Zum Unterschied zwischen Tischtennis und Ping-Pong: Beim Tischtennis muss diejenige Person, die den Ball annimmt, den Ball über das Netz spielen, damit der nächste Ballkontakt auf der Tischseite des Gegners stattfindet. Beim Pingpong wird der Kontakt zwischen Ball und Tisch sozusagen verdoppelt: Diejenige Person, die den Ball annimt, muss diesen zunächst auf die eigene Tischseite spielen, damit der Ball anschließend über das Netz fliegt und die gegnerische Tischseite berührt. [zurück]

Hallo Halle

Ich habe am Wochenende mit einigen Freund:innen am Wochenende einen Ausflug nach Halle unternommen. Ich finde diese Stadt auf eine gewisse Weise beeindruckend und das Wandern durch die Straßen löst in mir ein seltsames Gefühl aus. Ich glaube, dass Halle einen Schnittpunkt zwischen Provinz und Großstadt darstellt – man stößt auf grundlegende Elemente beider Seiten. Auf der einen Seite sich gegenseitig ergänzende „Hochkultur“ und Sub-/Alternativkultur (Theater, Uni, Kneipen, Szene, Radio), auf der anderen Seite die Gewalt der ostdeutschen Provinz (Plattensiedlung, Weihnachtsmarkt, Neonazis).

In einem Bio-Restaurant habe ich einen Flyer für eine sehr interessante Filmreihe entdeckt, die unter anderem von der Antifagruppe an der Uni Halle organisiert wurde:

German Images
Filme zum postfaschistischen Alltag

Als Vertreter der Kritischen Theorie in den 1950er Jahren vor dem Nachleben des Nationalsozialismus warnten, steckte hinter dieser Warnung nicht nur das Wissen darüber, dass der Nationalsozialismus durchaus demokratische Elemente und die Legitimation der Massen besaß. Die Warnung beinhaltete auch die Erkenntnis, dass die nationalsozialistische Ideologie keineswegs mit der vielbeschworenen „Stunde Null“ sang- und klanglos aus den Köpfen der Menschen verschwand. Vielmehr leben ihre Versatzstücke in den Menschen fort.

Die Beispiele für jene Fragmente der deutschen Ideologie sind zahlreich. Es ist hierbei vor allem der scheinbar allgegenwärtige Ruf nach einfachen Verhältnissen, der die Zwänge vermittelter Herrschaft abstreifen und an ihre Stelle die direkte Herrschaft des Mobs setzen will. Da der Staat jedoch auf seiner Souveränität beharrt, offenbart sich die Rohheit und Brutalität der atomisierten Volksgenossen in deutschen Wohnzimmern, Kneipen und auf den Straßen.

Diesen Zuständen widmet sich die Filmreihe. In ihr soll es aber keineswegs darum gehen, die hundertste Dokumentation über Stiefelnazis zu zeigen, um in mahnendem Duktus die Gefahr des sogenannten Rechtsextremismus für die Demokratie anzuprangern. Vielmehr soll der Frage nachgegangen werden, wie der Alltag jener Menschen aussieht, die nicht nur sich, sondern auch anderen regelmäßig das Leben zur Hölle machen. Die Filmreihe zeigt Dokumentationen, die (oftmals unfreiwillig und in alles anderer als kritischer Absicht) die Widerwärtigkeiten eines Alltags entlarven, in dem Stumpfsinn, Langeweile und Tristesse auf der Tagesordnung stehen. Es werden Menschen gezeigt, die die Schuld am Elend nicht in den Verhältnissen suchen, die es tagtäglich hervorbringen. Es geht um Jene, die sich stattdessen im Elend häuslich eingerichtet und mit der vermeintlichen Unüberwindbarkeit dieser Verhältnisse schon längst abgefunden haben.

In dieser Reihe: Herr Wichmann von der CDU | Bellaria | Stau

Mehr Infos: http://www.kinolabim.de | http://antifa.uni-halle.de/

Auf der Rückreise sind wir mit den Fahrrädern an der Saale von Halle bis nach Merseburg gefahren um dort in den Zug zu steigen. In Merseburg schlug die andere Seite wieder krachend ins Gehirn. Grau, kaputt, trostlos. Ich wurde Zeuge eines Relikts aus vergangenen Zeiten: Hier dient die Bahnhofshalle noch als Treffpunkt der allgemeinen Jugend.

Trampen und Campen #2

Als wir also am Dienstag auf dem Camp angekommen waren und ersteinmal unseren geschundenen Körpern ein wenig Ruhe gegönnt hatten, nahmen wir etwas zu Essen zu uns und beschäftigten uns dann etwas mit dem Camp. Einen kleinen Text wie sich das Camp selbstversteht gibt es hier. Auf einer Infowand die auf dem Gelände, welches aus 5 Camping-Wiesen und zwei Gebäuden (1.: Küche, Kino, Toiletten, Chillraum und 2.: Computerraum, Reflexionsraum) besteht, zentral zu finden ist gibt es einen ausführlicheren Text wie das Camp funktionieren soll. Das eigenartige ist daran, dass diese Infowand das einzige offizielle Kommunikationsmittel ist; es gibt kein Plenum – alles wird über diese Infowand geregelt.

Die Diskussion darüber, ob ein Plenum nicht sinnvoller wäre, wenn es darum geht gemeinsam bewusst Entscheidungen zu treffen, als wenn alles „einfach so passiert“, brachte uns dann in Kontakt mit den ersten Leuten. Insgesamt gibt es hier eine sehr nette Gesprächskultur. Auf diese wird jedoch durch einige Dinge ein Schatten geworfen, der mir einige Vorurteile bestätigt, die ich gegenüber einer sich als anarchistisch verstehenden Bewegung habe. Doch dazu später mehr – an jenem Dienstag Abend war mein erster Wiederwille zunächst einmal dem Gefühl gewichen, dass sich dieses Camp lohnen könnte…

Die erste Veranstaltung an der wir teilnahmen war ein Bericht über den Ablauf der Proteste gegen den G8-Gipfel in Japan von einem Anarcho, der schon seit längerer Zeit Kontakt zu linksradikalen Aktivist_innen in Japan hat. Unabhängig von einer Kritik an der No-Global-Bewegung war es sehr interessant wie es mit der radikalen Linken in Japan steht und wie dort die Polizei mit Demonstrationen und Protest umgeht und wie hier Repression stattfindet. Es lohnt sich damit auseinanderzusetzen.

Am späteren Abend beteiligten wir uns an einer spontanen Kochaktion und gerieten über der Schnippelei in einige interessante, aber auch anstrengende Diskussionen. Dabei lernten wir Leute aus Wien, aus dem Ruhrpott und aus Dresden kennen. So war es nun schon überraschend genung für mich, dass nicht wenig Leute aus Deutschland den Weg hierher verloren haben – ich traf am selben Abend sogar Leute aus Bukarest, die ich schon auf der Rumänien-Tour mit meiner Band kennengelernt hatte. Nach diesen anregenden Gesprächen und Diskussionen ließen wir uns dann, noch immer von der Reise erschöpft, in unsere Schlafsäcke plumpsen. Da es zu diesem Zeitpunkt ziemlich geregnet hatte, wünschte ich mir, bevor ich einschlief, dass ich morgen bitte von der Hitze der Sonne geweckt werden wollte.

Dieser Wunsch ging dann am nächsten Morgen (also am Mittwoch) auch in Erfüllung – das Zelt war so voll Hitze aufgeladen, dass ich es keinen Moment länger darin aushielt. Ich schälte mich dann aus dem Schlafsack, stieg aus dem Zelt und legte mich in die Wiese um noch ein wenig zu dösen. Ich wachte dann wieder auf als es auf mich draufregenete und sich der Himmel wieder komplett in Grau gekleidet hatte. Dieser nicht sehr angenehme Wetterzustand hat sich bis jetzt gehalten und es ist keine Änderung in Sicht.

Nicht nach einem Anarcho-Frühstück (türkischer Kaffee mit selbstgedrehter Zigarette), sondern nach einer selbstverwalteten Morgen-Mahlzeit schnorpselten wir zu einem Workshop, von dem wir noch nicht wussten, dass er eine neue Leidenschaft in uns entfachen würde. Ein Workshop zum Action-Climbing. Wir betraten zu dritt die Wiese auf der wir diese Veranstaltung verortet hatten und sahen zunächst einmal nichts. Bis wir unsere Blicke nach oben richteten und zwei Gestalten an Seilen in den Bäumen baumeln sahen. Die erklärten uns dann, dass sie noch irgendso ein Spezialseil festmachen müssten und dass sie dann gleich anfangen könnten. Wir beobachteten sie, wie sie an verschiedenen komplizierten Knoten herumzogen und dann stiegen sie herunter und begannen uns einen kleinen Einblick in die Kunst des Action-Climbings zu geben. Zuerst begannen wir mit dem Taping, was bedeutet, dass man mit zwei zu Schlinge geformten Bändern, an denen man sich mit einem Karabiner sichert, einen Baum hochklettert. Und das ist wirklich toll, denn damit kann man echt überall hoch! Mit dieser neu erlernten Fähigkeit fühle ich mich wie ein Bauminsekt, das alle Höhen der Flora bezwingen kann.
Den Namen der zweiten Disziplin habe ich vergessen, aber das hat noch mehr Spaß gemacht, weil es mit viel weniger Anstrengung verbunden ist: Man hat zwei kleine Seilchen, die mit einem Spezialknoten verbunden sind, der fest wird wenn man ihn belastet. In das eine Seilchen steckte man seinen Fuß und mit dem anderen sichert man sich mit einem Karabiner an seinem Klettergurt. Man belastet dann immer abwechselnd die beiden Seile und zieht das Nichtbelastete einen Stück hoch. Auf diese Art und Weise habe ich mich dann in einer unerträglichenglaublichen Leichtigkeit hochgezogen, bin dann in 15 Metern Höhe über ein Seil gelaufen, habe mich dann da ein wenig baumeln lassen und mich dann mit einer speziellen Technik wieder abgeseilt. Und diese ganze Prozedur hat so doll Spaß gemacht, dass ich mir vorgenommen habe, gleich wenn ich wieder zu Hause bin, für einen Klettergurt und Kletterzubehör zu sparen. Ich werde mir vornehmen mal in 30 Metern Höhe ein Buch zu lesen, weil ich glaube, dass man sich da viel besser konzentrieren kann. Vielleicht schreibe ich auch eines.

Nach dem Action Climbing (das ja eigentlich dazu gedacht ist Bullen an der Nase herumzuführen und Bäume vor der Fällung zu beschützen und nicht um Bücher zu lesen), habe ich einen kleinen Mittagsschlaf gemacht und danach gab’s Abendbrot und einen Film. Wir haben „Raspberry Reich“ von Bruce la Bruce geguckt. Mir ist wieder bewusst geworden was für ein cooler Film das ist und wie dufte ich diesen Bruce finde, aber ich hatte auch das Gefühl, dass die wenigsten verstanden haben, dass dieser Film die ältere und jüngere Neue Linke gnadenlos aufs Korn nimmt. In meiner Stadt haben Leute, nachdem sie diesen Film gesehen haben „Make Revolutionary Love“ an eine Wand gesprüht. Das hatte mir ge(Wilhelm)reicht, also habe ich nach dem Streifen kein Gespräch gesucht, sondern mir in der Disko zu Gabba-Gewummer interessante Animations-Filme angeguckt, die leider nur nebenbei liefen. Dann hab ich mich wieder in den Schlafsack gelegt und mir im Gegensatz zum Vortag nicht nur gewünscht, dass ich am nächsten Morgen von der Sonne geweckt werde, sondern auch, dass die Sonne dann den ganzen Tag da bleibt.

Es hat nicht geklappt das Wetter mit meinen Wünschen auszutrixen – ich wurde wieder von der Sonnenhitze geweckt, die war aber diesmal schon wieder weg als ich gerade aus dem Zelt herausgestiegen bin. Nun yeah – nach einer sinnlosen Mobi-Veranstaltung für den 13. Februar in Dresden („Wir haben kein Bock, dass die Antideutschen auf ihrer Demo in ihren Redebeiträgen alle Deutschen als Nazis beschimpfen und damit mögliches Potential von der Anreise abschrecken, deswegen machen wir dieses mal unsere eigene anarchistische Demo…“), sollte diese Veranstaltung stattfinden, die mich dazu gereizt hatte hier herzukommen.

Ein Freund hatte mich auf dieses Camp aufmerksam gemacht und mich darauf hingewiesen, dass es eine Veranstaltung geben würde unter dem Titel „Einführung in die Wert(abspaltungs)kritik.‭ ‬Oder:‭ ‬warum wir Marx heute‭ ‬(wieder‭) ‬mehr brauchen als Bakunin“. Ich hatte schon mehrmals davon gehört, dass es in der anarchistischen Bewegung neue Impulse gibt, die auch in eine wertkritische Richtung tendieren und anscheinend auch eine progressive Aktualisierung bedeuten (dazu auch dieses Buch, das ich noch nicht gelesen hab, was ich aber gerne noch tun würde). Aber gerade weil ich doch ziemlich wenig über diese neuen Impulse weiß, habe ich mich entschlossen hier her zu fahren und mir das ganze mal anzusehen.

Heute, am Donnerstag, gab es hier also eine kleine Einführung in die Wert(abspaltungs)kritik. Der Vortrag war, wenn auch für mich nix neues, ziemlich gut und für eine Einführung alle mal geeignet. Das seltsame war, dass die ReferentInnen in ihrer Einführung eigentlich andauernd implizit mit Verwirrungen der traditionellen AnarchistInnen aufräumten, aber dennoch immer wieder aus der Perspektive von AnarchistInnen sprachen. Leider kamen sie nicht dazu direkt auf den Anarchismus oder, wie angekündigt, auf Bakunin einzugehen. Dafür gab es allerlei Zwischenrufe, die meinen anfänglichen Widerwillen wieder erweckten. Da war die Rede davon, dass der Mehrwert der Wille zur Macht sei, dass der wertkritische Marxismus eine Praxis verhindern wolle, die doch möglich sein muss, dass die Wertkritik eine Pseudokritik sei, die einen Umsturz der bestehenden Verhältnisse verhindern wolle und sowieso nix mit den konkreten Tatsachen zu tun habe, usw…
Der Vortrag endete dann in einer kleinen aber feinen Haupt-/Nebenwiderspruchs-Diskussion, die wiederum in einem Rassismus-Vorwurf endete, was zur Folge hatte, dass eine Person in rasender Wut den Raum verließ und eine andere in Tränen ausbrach. Das alles machte mir schlechte Laune, ich kam zu der Überlegung, dass ich dafür nicht unbedingt hier her hätte kommen müssen, ich hatte auf einmal das Gefühl Jede_r hier misstrauen zu müssen, obendrein der ständige Regen und der Matsch und diese ungemötliche nasse Kälte, und das Zelten überhaupt und ähh und ähhh…

Ein bisschen bin ich dann wieder heruntergekommen, denn es gab dann doch Leute die dem Anti-Intelektualismus und den anderen Phrasen widersprachen und aus dem Konflikt entstand dann eine nette Diskussionsrunde über Rassismus, das Weiß-Sein und die Critical-Whiteness-Studies, sodass ich mich dann doch nicht so verlassen fühlte und das Gefühl hatte doch noch etwas aus dieser Veranstaltung gewonnen zu haben.

Jetzt ist es schon ziemlich spät und ich stelle fest, dass ich die beiden anderen Süßen schon ziemlich lange nicht mehr gesehen habe. Ich werde mir jetzt a Tschick ansteckn und ein Bier knacken und dann mal nach den anderen suchen. Ich weiß nicht ob ich morgen schreibe, denn ich zweifele daran, dass sich jemand ernsthaft daran machen wird, diesen ganzen Erlebnisbericht hier durchzulesen. Als Bilanz kann ich nur phex beipflichten.

Trampen und Campen #1

Da das Junge Linke Camp nun leider schon voll ist und sich niemand für meine Idee der Fahrradtour begeistern konnte, hat man mich nun hier her gebracht:

Dieses anarchistische Sommercamp befindet sich in der Nähe von Kautzen, einem kleinen österreichischen Kaff an der tschechischen Grenze. Vorgestern (Montag) sind wir zu dritt aus unserer Kulturkurstadt losgetrampt und wurden zu erst ein ganzes Stück bis nach Dresden mitgenommen. Von dort hat uns dann jemand bis kurz vor die tschechische Grenze nach Bad Schandau gefahren, von wo wir dann das Vortbewegungsmittel des Zuges genutzt haben. In der ersten tschechischen Stadt, wo wir uns ein sehr preiswetes Zugticket für die Fahrt durch Tschechien gekauft haben, trafen wir auf drei Punks, die weder englisch noch deutsch sprechen konnten, mit denen wir uns aber trotzdem herzlich unterhalten haben und die uns dazu überreden wollten ihnen ganz viel Alkohol zu kaufen. In Tschechien ist es noch möglich leidenschaftlich Zug zu fahren – es gibt Abteile, in denen man die Sitzbänke zu Betten umbauen kann. Aber es ist auch relativ schwer sich zurechtzufinden wenn man der tschechischen Sprache nicht mächtig ist – ob am Schalter um nach einer Zugverbindung zu fragen oder um an der richtigen Station auszusteigen (wenn es überhaupt Ansagen über den nächsten Halteort gibt). Und so geschah es, dass wir mehrmals am falschen Ort ausgestiegen sind, sodass wir einmal rennen mussten um unseren Anschlusszug zu bekommen (wobei ich mein Handy verloren habe – war ja auch mal wieder Zeit) und dass wir ein anderes mal unfreiwillig mehrere Stunden Aufenthalt in einem Dorf mit drei Häusern und einer Fabrik hatten. Hier gab es glücklicherweise einen netten Weichensteller, der uns eine neu Verbindung heraussuchte und uns sogar das Licht in der Bahnhofshalle (ein kleines Zimmer mit Tischen und Bänken) ausmachte, damit wir schlafen konnten. Aber mal ehrlich – es war so wunderschön im Zug durch ganz Tschechien hindurchzufahren, ein Abteil für sich zu haben und die Landschaft vorbeifahren zu sehen; die riesigen Felder und leeren Flächen; die düster-romantisch anmutende Industriebrache; teilweise groß gebaute Städte, aber vor Allem kleine Dörfer, die bei ihrem Anblick, einer grauen Tristesse, eine seltsame Stimmung hervorrufen – und alles das bei Nacht. Und es war seltsam nur so kurz in Prag zu sein – eine dreiviertel Stunde vor dem Bahnhof, wobei ich mich allzugerne in die prager Nacht gestürzt hätte. In Prag verabschiedeten wir uns von einem Engländer und einem Deutschen, die wir beim rennenden Umsteigen kennengelernt hatten und die uns eine grüße Free-Techno-Party in der Slowakei empfohlen hatten. Die ganze Fahrt über hat meine Unterlippe geschmerzt, was mich an eine der letzten Nächte denken ließ, in der ich sturzbetrunken mit ein paar Freunden zu einem Zirkus-Camp in meiner Stadt gedüst bin, wobei ich mir die Unterlippe von innen aufgeschlagen habe. Und ein Gefühl der Ungewissheit, was einen bei solch einem anarchistischen Camp erwartet…

Schließlich kamen wir mit einer kleinen Tuckelbahn (eigentlich ein Güterzug, in dem sich auch ein Personenwagen befand), die ca. 30 km/h durch die Landschaft tuckelte an das letzte Dorf mit Bahnhof vor der österreichischen Grenze. In diesem Dorf (oder war es doch eine Stadt?) fanden wir eine Tourist-Information, wo uns eine nette Frau erklärte in welche Richtung wir weitertrampen mussten (nach Kautzen gibt es keine Zugverbindung). Hier nahm uns dann auch das erste Auto mit und brachte uns ein Stück über die Grenze und setzte uns an einer Kreuzung ab, deren Abbiegung direkt nach Kautzen führte. Und da überkahm uns ein kleiner Freudentaumel, denn obwohl wir etwas fertig waren, da wir in der Nacht kaum geschlafen hatten, waren wir froh, dass wir es so problemlos bis hierher geschafft hatten. Doch nun begann der anstrengendste Teil der Reise. Da an dieser Straße relativ wenig Autos fuhren, beschlossen wir während des Trampens schon loszulaufen – mit hardcoreschweren Kraxen auf dem Rücken. Bis Kautzen waren es ca. 15 km – und es nahm uns keiner mit. Wir mussten die ganze Strecke laufen. Nach einer Zeit taten meine Schultern so weh, was einem Gefühl gleichkam als würde jemand kontinuierlich auf meine Schultern einschlagen. Zu allem Unglück begann es dann noch zu regnen – und weit und breit keine Möglichkeit sich unterzustellen. Mit mehreren Pausen und einer kleinen Kochaktion (Tüten-Tomaten Suppe + Nudeln reingekippt) kamen wir dann nach drei Stunden in Kautzen an, wo wir die Adresse suchten – und dann feststellen mussten, dass sich das Camp noch einige Kilometer außerhalb von Kautzen befindet. Aber dann – waren wir endlich da. Wir meldeten uns an und checkten uns ein, bauten unser Zelt auf und schliefen erst einmal ein paar Stunden, bevor wir das Leben auf diesem Camp erforschten und ersten Kontakt und Gespräche suchten…

Das war gestern. Morgen werde ich schreiben was mich/uns dazu bewegt hat zu diesem Camp zu fahren und wie es hier so ist.

Amsterdam

So schnell kann es gehen. Vor drei Tagen haben mich zwei Genossen gefragt ob ich mit nach Amsterdam kommen will und jetzt bin ich da. Ich sitze im Coffee Shop „Abraxas“ und es laeuft nervige Reggae Musik und bescheuerter Psychedelic Kram. Es ist krass wie sehr sich die Stadt auf Touristen eingestellt hat und dieses staendige Angebot und die Werbung von Kiffe nervt wirklich. Naja meine beiden Genossen sind scharf drauf. Ich will mal wieder gucken ob ich Spuren von der Kuenstlergruppe „Cobra“ (COpenhagenBRuesselAmsterdam) finde. Bis jetzt erfolglos. Dafuer haben wir eine anstrengende aber lustige Nacht unter freiem Himmel hinter uns. Mal sehen ob wir ein squat finden wo wir pennen koennen. Bis dahin….