Archiv der Kategorie 'Radio'

Sich um Inhalte herum organisieren

Herr Feeper, der hier und da seine Spuren hinterlässt, hat einen Kommentar für die März-Ausgabe des Transmitter™ geschrieben. Hier zum Nachlesen:

Der Grund, ein freies Radio – wie etwa FSK oder Radio Corax – zu betreiben, liegt in dem Bedürfnis nach Verständigung. Auch wenn solche Projekte meist nicht auf einem ausgearbeiteten, einheitlichen Programm basieren, geht es doch um mehr als um bloße Berichterstattung. Es geht um eine grundlegende Kritik der Gesellschaft, es geht darum, zu artikulieren, nicht akzeptieren zu können, dass es bleibt wie es ist, es geht um die Artikulation einer Feindschaft gegenüber den herrschenden Institutionen, um die Entfaltung subversiver Tätigkeiten, um die Wiederaneignung des eigenen Lebens. Das sind große Ansprüche. Und viele, die heute an solchen Ansprüchen festhalten, fühlen sich allein und marginalisiert. Man sieht sich in seinem Bedürfnis nach Veränderung mit einer Übermacht der Verhältnisse konfrontiert und in linksradikalen Kreisen herrscht eine allgemeine Ratlosigkeit darüber, wie und wo man heute praktisch ansetzen könnte. Wenn man die eigene Marginalisierung feststellt, liegt es nahe, darüber zu diskutieren, wie sich die Marginalisierten zusammenschließen können, wie sie sich besser organisieren können. Ein Beispiel eines größeren Organisierungsversuchs ist etwa das kommunistische Um’s-Ganze-Bündnis, das bundesweit mittlerweile 11 linksradikale Gruppen zusammenschließt. Ein weiteres Beispiel ist die Interventionistische Linke. Die Motivation, sich in solchen Bündnissen zusammenzuschließen, liegt in der Hoffnung, so einen Weg zu finden, um nicht mehr nur vereinzelt herzumzuwurschteln, die Fähigkeiten der Beteiligten zusammenwirken zu lassen und so auch überregional handlungsfähig zu werden. Allerdings stellt sich für mich die Frage, ob mit der Quantität der in einer Gruppe oder in einem Bündnis organisierten Personen automatisch eine größere Handlungsfähigkeit oder Wirksamkeit verbunden ist. Mir scheint es oftmals so zu sein, dass ein größerer Organisierungsrahmen die Fähigkeiten und Potentiale der beteiligten Individuen eher absorbiert, als sie zu potenzieren. Ich habe es oft erlebt, dass der Aufruf eines Bündnisses inhaltlich unbestimmt und leidenschaftslos blieb, obwohl ich wusste, dass einzelne beteiligte Personen zum betreffenden Gegenstand viel klugere und treffendere Dinge zu sagen gewusst hätten. Der Zwang, eine gemeinsame Bündnis-Position finden zu müssen, führt so mitunter zu einer inhaltlichen Verwässerung. Überhaupt scheint es mir so zu sein, dass der Zusammenschluss in einem Bündnis die Gefahr in sich birgt, sich vor allem auf die eigene Darstellung nach außen und die Beschäftigung mit sich selbst konzentrieren. So verringert sich aber die Aufmerksamkeitsspanne und man droht in Schematismus zu verfallen. So fällt meines Erachtens etwa das Um’s-Ganze-Bündnis nicht durch bestechende Analysen und gelungene praktische Coups auf, sondern vor allem durch bestimmte Schlagwörter und ein gewisses Auftreten auf Demonstrationen.

Mein Misstrauen gegenüber Polit-Bündnissen soll dabei nicht falsch verstanden werden. Ich möchte nicht die Vereinzelung hochleben lassen und sehe selbst eine Notwendigkeit darin, sich zusammenzutun und sich auszutauschen. Nur glaube ich nicht, dass die große Veränderung damit beginnt, eine große Organisation zu schaffen. Die Marginalisierung ist nicht durch einen Sprung zu überwinden – wer glaubt, dass eine Organisation oder ein Bündnis die Sache reißen könnte, hängt einem gewissen Voluntarismus oder einem Erlösungsglauben an. Die Organisation wird uns ins gelobte Land führen. Eine qualitative Veränderung der Gesellschaft hängt aber weniger davon ab, wie groß die Bündnisse sind, in denen sich ihre Gegner zusammenschließen, sondern eher davon, wie sich der Bodensatz der Gesellschaft entwickelt – welche Risse darin aufbrechen, welche Konflikte sich daraus ergeben und welche Möglichkeitsräume sich aus der Überkommenheit ihrer politischen Formen ergeben. Die marginalisierten radikalen Kräfte müssen ihre Aufmerksamkeit auf diese Dinge lenken. Veränderungsmöglichkeiten entstehen oftmals nicht dort, wo man sie erwartet – sie entstehen aber sicherlich nicht in den Kreisen linker Polit-Profis. Um die Aufmerksamkeit für solche Möglichkeiten zu schärfen und sich daran zu üben, sie zu ergreifen, ist es sicherlich notwendig, sich auch überregional auszutauschen und informelle Verbindungen zu schaffen. Um ein Gespür für die untergründigen Entwicklungen und Verschiebungen der Gesellschaft zu entwickeln, müssen diese Netzwerke aber verzweigter sein und an randständigere Orte reichen, als dies in der Trägheit und vereindeutigenden Kraft eines Bündnisses möglich wäre, in denen man doch immer nur die gleichen Leute trifft. Wenn die Organisation wichtiger ist, als das, was mann konkret in den Blick nimmt, wird sie in dem Moment im Weg stehen, in dem es notwendig wird, eine schnelle Entscheidung zu fällen. Deshalb ist es m.E. eher notwendig, sich erst einmal zeitlich befristet um bestimmte Interessen und Vorhaben herum zu organisieren und zu schauen, wie von dort aus weiter gegangen werden kann. Oder wie es Johannes Agnoli einmal formulierte:

Gerade in dieser desolaten Situation muß man vielleicht doch den Mut haben, nicht nach Organisationsformen zu suchen, sondern sich gewissermaßen um Inhalte herum organisieren. Ich kann mir denken, daß in der heutigen Situation lose miteinander verbundene, aber inhaltlich wirklich geklärte und vernunftbegabte Kollektive den ersten Schritt darstellen. Nicht etwa in den alten Fehler verfallen: zuerst schaffen wir ein Zentralkomitee, die Massen werden dann kommen. Offensichtlich ist das der falsche Weg. Es ist viel wichtiger, an der Basis zu arbeiten und kleine, in sich konsistente Gruppierungen zu schaffen. Wie sie dann zueinander in Verbindung kommen, das hängt zum Teil auch von der gesellschaftlichen Entwicklung ab. Ich bin da keineswegs Pessimist. Die Wissenschaft beweist, daß es zu keiner Revolution mehr kommen wird. Und ich sage eben: die Menschheit ist viel flexibler, als es die Wissenschaft manchmal glaubt. Auf einmal ist eine Explosion da. Und wenn eine Explosion da ist, so ist die Möglichkeit dieser Kollektive, miteinander in Verbindung zu treten und tatsächlich etwas gemeinsam zu schaffen, durchaus gegeben.

Sicherlich muss man im Moment eher Angst vor den vorhandenen Explosivkräften haben, wie man an den täglichen Nachrichten über Angriffe auf Asylunterkünfte ablesen kann. Aus diesem Grund erhält der Zusammenschluss antifaschistischer Zusammenhänge eine größere Notwendigkeit. Meinem Eindruck nach können aber große überregionale Bündnisse, wie Um’s Ganze, kaum einspringen, wenn es um die Reaktion auf lokale Vorkommnisse geht. Ob das große Antifa-Bündnis-Treffen in Frankfurt angemessen auf das Nazi-Problem in Chemnitz reagieren kann oder ob regionale, dezentrale Vernetzungen – die sich wohl oftmals andere Gedanken machen (müssen), ob sie nach außen nun wahlweise als antideutsch oder antionational wahrgenommen werden – hier wesentlich effektiver agieren können, wird sich praktisch herausstellen. Bis dahin sollten wir uns über diverse Ansätze und verschiedene Erfahrungen austauschen. Freie Radios könnten eine Plattform für einen solchen Austausch sein.

■ Literaturhinweis: Mikrostrategischer Versuch (enthalten in: Gift. Zeitschrift für Linke mit Problemen, No.2)

Zum 40. Todestag von Ulrike Meinhof

Am 9. Mai 2016 jährt sich der Todestag von Ulrike Meinhof zum 40. mal. Sie ist am Morgen des 9. Mai 1976 im Hochsicherheitsgefängnis Stuttgart-Stammheim tot aufgefunden worden – über den Vorgang ihres Todes gibt es unterschiedliche Versionen. Andere können besser einschätzen als ich, welche Rolle Ulrike Meinhof gespielt hat – erst als linke Journalistin und Autorin für Konkret, später als Mitglied der ersten Generation der Roten Armee Fraktion. Über die RAF seien etwa empfohlen das Buch „Stadtguerilla und soziale Revolution“ von Emile Marenssin und der Band „Rote Armee Fiktion“ von Joachim Bruhn und Jan Gerber (Hg.), beide erschienen bei ça ira. Ich möchte hier nur den Film „Bambule (Fernsehspiel)“ von Ulrike Meinhof empfehlen. Der Film ist von 1970 und zeigt die Situation in einem autoritären Mädchen-Erziehungsheim. Der Film zeigt, wie Konflikte zwischen den Heiminsassinnen und den Erzieherinnen aufbrechen, ein Mädchen haut ab, ein Mädchen wird bestraft, schließlich proben einige einen Aufstand. Der Aufstand scheitert und endet mit der Überlegung darüber, wie man weiter machen kann. Weil die Befreiung von Andreas Baader dazwischen kam, durfte der Film im Westfernsehen nicht gezeigt werden. Die Erstausstrahlung war erst im Jahr 1994 möglich. Der Film ist Realismus im besten Sinne und weist über sein Ende hinaus in die Realität hinein.

Ich habe aus der Tonspur des Films eine Art Hörspielcollage zusammengestellt – in der Hoffnung, dass die zusammengestellten Töne auch unabhängig vom Film als kleine Aufstands-Geschichte funktionieren. Hier hörbar:

Download (22 MB)

Bei freie-radios.net gibt es eine Sendung über Ulrike Meinhof – habe sie noch nicht gehört, aber wird schon gut sein.

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Vs. Kultur & Kontrakultur

Ich habe ein paar Zeilen für die aktuelle Ausgabe der Programmzeitschrift von Radio Corax geschrieben. Im Text »Gegen die Kultur« habe ich ein paar facts über einige Aspekte kommunistischer (Anti-)Kulturpolitik gespittet. Sicherlich unvollständig, vielleicht für den einen oder die andere eine Anregung. Untenstehend eine etwas längere Version mit ein paar abweichenden Formulierungen und zusätzlichen Literaturhinweisen. Im Heft ist außerdem ein Text von Nora zur Kritik der Kontrakultur enthalten (der Hallenser Sektion der Identitären) – einige Aspekte davon können in den Antifa-News vom 28. Januar 2016 nachgehört werden.

»Gegen die Kultur«

Wir können nichts bewahren / nichts erhalten / es gibt kein Zurück / die Uhr tickt / es hilft auch kein sparen und verwalten / die Natur siegt, immer / deshalb bringen wir nur / Raps pur / MOR kämpfen gegen die Kultur. (M.O.R. – Gegen die Kultur)

Eine Stakatto-Fingerübung zur Frage, was Kulturpolitik sein könnte

Es gibt keinen so schillernden und so schwer definierbaren Begriff wie den der Kultur. Bezeichnet er den Komplex jener Tätigkeiten, der den Menschen von der Natur unterscheidet (im Sinne von Kulturleistung)? Umschreibt er jenen enger umgrenzten Tätigkeitsbereich, in dem der Mensch malt, musiziert, dichtet, gestaltet und spielt (also das Ensemble der Künste)? Oder fasst er die Besonderheiten territorial abgegrenzter Verhaltensweisen und Bräuche (in diesem Sinne gäbe es eine abendländische, deutsche oder bayrische Kultur)? Es ließen sich weitere Definitionen heranziehen – und je nachdem in welchem Wörterbuch man nachschlägt, welche Philosophin oder welchen Historiker man fragt, wird man eine andere Antwort erhalten. Es gibt zumindest einige Gründe, misstrauisch zu sein, wenn mit dem Begriff der Kultur hantiert wird: Weil die Deutschen keine politische Revolution hinbekommen haben, verstanden sie sich (durchaus in antifranzösischer Manier) fortan als Kulturnation – und während sich heute keiner mehr traut, von rassischen Besonderheiten zu reden, lässt man es durchgehen, wenn gefordert wird, Verständnis für die Eigenarten bestimmter Kulturkreise zu haben (wer das Gruseln lernen will, sollte in diesen Fällen probeweise einmal das Wort Kultur durch Rasse ersetzen). In Zeiten ihrer fortschreitenden Marginalisierung scheint in der Linken die Kulturpolitik – verbunden mit den Stichwörtern der alternativen, Sub- oder Gegenkultur – einer der letzten Bereiche zu sein, in denen die Kämpfe nicht hoffnungslos verloren sind. Es lohnt sich daher, einmal einen Schnelldurchlauf durch einige Aspekte der Geschichte »linker Kulturpolitik« zu machen. (mehr…)

Radio Works

Da ich gerade den größten Teil meiner Lebenszeit in einem freien Radio verbringe und da auf diesem Blog ohnehin zur Zeit nicht mehr so viel passiert, möchte ich an dieser Stelle einige meiner Radio-Produktionen des letzten halben Jahrs dokumentieren. Es handelt sich größtenteils (aber nicht nur) um Interviews, wobei ich eine Auswahl der m.E. hörenswertesten Sachen ausgewählt habe (d.h., sie sind eher zeitlos, weniger tagesaktuell). Es gibt dazu jeweils eine kurze Einleitung, die meistens schon auf die erste Antwort des Interviewpartners hinführt, sodass sich der geneigte Leser die Sachen aussuchen kann, die ihm selbst am interessantesten erscheinen. Außerdem habe ich jeweils weiterführende Links hinzugefügt. Weitere Interviews und Beiträge von Radio Corax finden sich auf der Austauschplattform der freien Radios unter freie-radios.net. Ich denke, ich werde diesen Blog in nächster Zeit mal wieder öfter bestücken – wenn es die Zeit zwischen Radiomachen und sonstigem Leben zulässt. Mit der untenstehenden Übersicht könnt ihr zu den einzelnen Interviews springen: (mehr…)

Das große Thier

Die bereits jetzt schon gerüchte-umwobene, neue Zeitschrift »Das große Thier« wird in Kürze in einigen Städten als Printprodukt vorliegen und findet dann auch hier eine Web-Präsentation. Bis dahin kann man hören, was uns erwarten wird:

KSR – aktuelle Veranstaltungen

Ich verweise hier auf das Interview, das ich der Sendung Reibungspunkt über Kunstautonomie und Avantgarde, sowie über die gegenwärtigen Veranstaltungen der Reihe „Kunst, Spektakel und Revolution“ gegeben habe. Im Interview habe ich unzulässigerweise Kunst der Neuzeit und Moderne viel zu wenig voneinander differenziert – man möge es mir verzeihen, es war halt ein Interview:


[via]

Und damit verweise ich auf die nächsten KSR-Veranstaltungen:
23.10.2011 – Tagesseminar mit Martin Dornis zur materialistischen Theorie der Musik
27.10.2011 – Vortrag von Christopher Zwi über Sehen und Bildlichkeit in der Gesellschaft des Spektakels

Dass es ›so weiter‹ geht, ist die Katastrophe.

Im Mai-Programmheft von Radio Corax ist die schriftliche Version eines Gesprächs über Fukushima und das Atomzeitalter erschienen, das ich im März mit Roger Behrens geführt habe (und das inzwischen im Audioarchiv dokumentiert ist). Das Gespräch kann hier online oder als PDF gelesen werden oder untenstehend im html-Modus. (mehr…)

Wutpilger-Streifzüge: Bargan lässt es sein

In der Neujahrssendung der Sendereihe „Wutpilger-Streifzüge“ hört ihr am kommenden Sonntag ab 22:00 Uhr ein frühes Prosastück von Bertolt Brecht: Bargan lässt es sein. Die Flibustier-Geschichte handelt von einer Männerliebe und lässt noch zwischen Schmutz, Vergewaltigung und Blut Menschlichkeit aufblitzen – eine Neigung, die in der Verlorenheit des todbringenden Meeres endet…

Die Sendung wird am 09.01. auf Radio Corax um 18:00 Uhr wiederholt und kann jeweils per stream gehört werden:

http://www.radio-lotte.de/
http://www.radiocorax.de/

Audio-Feature „Unsereiner Kriegsundführerkinder“

In ihrem Roman „Unsereiner Kriegsundführerkinder“ erzählt Heike Schmitz von einer Kontinuität des Nationalsozialismus, die als Haltung, Ich-Zurichtung, Wir-Halluzination und Trauma über die Generationen hinweg weiter gegeben wurde. Die Wiederkehr des Verdrängten äußert sich in diesem Roman, der weniger Erzählung, viel mehr Traumbild ist, in einer rasanten Geschwindigkeit der Sprache – es ist zum einen das leere Vorwärts des Wiederaufbaus, zum Anderen das plötzliche, blitzhafte Aufbrechen von Erinnerungen; eine traumartige Gleichzeitigkeit von Stillstand und Raserei. Am kommenden Freitag, den 03. Dezember 2010, wird Heike Schmitz in der ACC Galerie Weimar aus ihrem Buch lesen. Wir haben uns mit ihr getroffen und uns mit ihr über „Unsereiner Kriegsundführerkinder“ unterhalten:

Download

Wutpilger-Streifzüge – Peter Bürger über den Umgang mit den Avantgardebewegungen

Die nächste Ausgabe der Sendereihe „Wutpilger-Streifzüge“ naht. Nachdem in der letzten Sendung ein ausführliches Interview mit Peter Bürger gesendet wurde (nachzuhören hier), hört ihr am kommenden Sonntag, am 07.11.2010, den Mitschnitt des Vortrages, den Peter Bürger am 07.10. in Weimar gehalten hat. Die Sendung beginnt wie immer um 22:00 Uhr auf Radio Lotte Weimar (106.6 Mhz oder per stream) und wird am 14.11.2010 um 18:00 Uhr auf Radio Corax (95.9 UKW oder per stream) wiederholt. Der Mitschnitt wird nach dem zweiten Sendetermin auf spektakel.blogsport.de zur Verfügung gestellt.

Wutpilger Streifzüge: Peter Bürger im Gespräch

Die nächste Ausgabe der Sendereihe Wutpilger-Streifzüge naht: Am kommenden Sonntag (10.10.2010) hört ihr ab 22:00 Uhr ein Gespräch mit Peter Bürger über das Verhältnis von Kunstautonomie und Kritischer Theorie, über das Kunstwerk als Subjekt, das Scheitern der Avantgardebewegungen und die Möglichkeit einer radikalen Moderne. Hören könnt ihr die Sendung auf 106.6 MHz oder per Livestream auf der Homepage von Radio Lotte.

Kriegstheaters Podcast online

K’s Kriegstheater eröffnet seinen Podcast mit einem Gespräch über das Verhältnis von Theologie und historischem Materialismus bei Walter Benjamin. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema soll in den nächsten Folgen, die von nun an jeden ersten Freitag im Monat erscheinen, vertieft werden.

Podcast 1 – Anselm Gramspan über Walter Benjamins Verhältnis zur Theologie

Christopher Zwi über „Das Geschlecht des Situationismus“

Das feministische Magazin Outside the box lädt am Donnerstag den 9. September um 19:00 Uhr ins Conne Island zu einer Veranstaltung mit dem Titel „Das Geschlecht des Situationismus. Transcending gender by abolishing the spectacle?“ – Ein Gespräch mit einem der drei Referent_innen über die Situationistische Internationale, deren Schweigen über das Geschlechterverhältnis und über die Möglichkeit einer feministischen Aktualisierung der Spektakelkritik:

[via]

Roger Behrens über FLORIDA

Eigentlich kann man überhaupt nicht mehr wohnen.
[Theodor W. Adorno, „Asyl für Obdachlose“, Minima Moralia]

In Hamburg ist kürzlich eine Zeitung erschienen welche den Titel „FLORIDA – Beiträge für das Leben nach der Stadt“ trägt und zahlreiche Texte, u.a. von Franz Kafka, Aristoteles, Georg Simmel, Henri Lefebvre, Thomas Morus, Edgar Allen Poe, Guy Debord und Friedrich Engels enthält, die sich allesamt mit dem Phänomen der Stadt auseinandersetzen. Neben diesen historischen Texten sind in der Zeitschrift aktuelle Beiträge von und mit Silke Kapp, Wolfgang Bock und Roger Behrens enthalten. Außerdem will sich die Zeitung als künstlerische Arbeit verstanden wissen – Sie wurde gestaltet von „Schroeter und Berger“ und enthält eine Fotostrecke von Daniel Poller. Das Ganze ist ein Projekt des Vereins Maknete e.V. und wurde in Zusammenarbeit von Alexandra Waligorski, Corinna Koch und Roger Behrens verwirklicht. Die Zeitschrift wird kostenlos verteilt und kann unter florida.maknete.org heruntergeladen werden. Ihr hört ein Gespräch mit Roger Behrens, der die Zeitschrift mitinitiiert hat, über das Zeitschriftprojekt, die Begriffe Stadt und (Post-)Urbanismus sowie über das Wohnen im Kapitalismus.

via

Wutpilger Streifzüge

Wutpilger Streifzüge. Fragmente aus Politik und Kultur ist eine kleine Radiosendung, die einmal im Monat auf Radio Lotte in Weimar (und in Kürze auch bei Radio Corax in Halle) gesendet wird, auf die ich hier in Zukunft regelmäßig hinweisen werde:

Wutpilger Streifzüge # 8 wird am Sonntag den 15. August um 22:00 Uhr gesendet – auf 106,6 Mhz oder per Livestream auf der Homepage von Radio Lotte. In dieser Sendung werden, ausgehend von Walter Benjamins Baudelaire-Buch, die Figuren des Dandys und des Flaneurs als Sozialfiguren der frühen Großstädte vorgestellt werden – mit Ausschweifungen zu analogen Überlegungen von Georg Simmel, Sartre, Magnus Klaue u.a.

Edit: Die Radio-Sendung kann hier nachgehört werden (B. Wutpilger-Streifzüge 8 ).

Deutschland – Fußball – Männer – Kotzen

Zum Glück ist die Gefahr, dass die deutsche Nationalmannschaft Fußballweltmeister werden könnte, seit gestern gebannt und das ganze Spektakel nun zumindest etwas gedämpft. Ich habe mal von einem Judas-Priest-Konzert in den 80′ern gehört, das riesengroß angekündigt wurde, aber dann kurz vorher abgesagt wurde. Aus Wut haben die angereisten Fans vor der Konzerthalle dann ihre Judas-Priest T-Shirts verbrannt. Es wäre lustig, wenn es bei der WM mal einen ähnlichen Effekt geben würde – alle vormals enthusiastischen Deutschland-Fans zu sehen, wie sie aus Wut über die Niederlage ihrer Mannschaft und laut über die Deutschen schimpfend auf einmal ihre Trikots und Deutschlandfahnen verbrennen würden…

Noch ein paar abschließende Notizen zum WM-Kram:

■ In meinem Hassgesang auf das WM-Spektakel habe ich einen Aspekt nicht in die Betrachtung einbezogen, der in dieses Phänomen doch ganz spezifisch mit hereinspielt: Das Geschlechterverhältnis. Meine Formulierungen zur Einleitung meines Vortrages „Das Bürgerliche Subjekt und sein Anderes“ über den Männertag (ebenso Kalles Überlegungen auf dem wdn-blog), dürften auf die Fußballereignisse übertragbar sein, wenn es sich hier auch nochmal etwas anders äußert:

Ich würde gern mit einer Überlegung zum Männertag einsteigen, den wir vor wenigen Tagen wieder erlebt haben und ich würde mich gern fragen – was passiert eigentlich am Männertag? Ich denke, dass man grundsätzlich sagen kann, dass es dabei irgendwie darum geht, dass sich an einem solchen Tag Männer gegenseitig darin bestätigen, Mann zu sein. Man schließt an so einem Tag bewusst das andere Geschlecht aus und widmet sich zusammen mit anderen Männern explizit männlichen Tätigkeiten. Ich meine, dass der Männertag für ganz viele Männer tatsächlich sehr wichtig ist – gerade weil wir zur Zeit eine Entwicklung erleben, in der das Geschlechterverhältnis überhaupt nicht mehr starr zu bleiben scheint. Es gibt in einem gewissen Sinne ein Verschwimmen der Geschlechtergrenzen – die Homo-Ehe ist anerkannt, viele vormals geschlechtsspezifische Tätigkeiten können inzwischen von beiden Geschlechtern getätigt werden, ohne dass das zu irgend einem Skandal führen würde. Ich denke, dass gerade diese Entwicklung (auf die ich später noch einmal eingehen werde) für viele Männer eine enorme Verunsicherung bedeutet und dass nun solche Anlässe wie der Männertag für viele Männer die Funktion haben, sich in dieser Zeit der Verunsicherung doch ihres Männlichseins zu vergewissern. Sieht man sich solche Sachen wie den Männertag genauer an, dann kann man feststellen, dass da sehr einfache Dinge passieren: Männer rotten sich zu Horden zusammen, gehen Wandern, grölen dabei rum und besaufen sich. Ich würde sagen, dass dieses Rauschhafte, das in den kollektiven Alkoholexszessen liegt, etwas ganz wichtiges für die männlichen Subjekte ist – nämlich aus einem ganz bestimmten Grund; weil dieser Rausch es den männlichen Subjekten erlaubt, sich auf eine körperliche Nähe zu den anderen männlichen Subjekten einzulassen. Es lässt sich immer wieder beobachten – nicht nur beim Männertag, sondern auch bei Fußballspielen, beim Junggesellenabschied, bei Kneipentouren oder bei Rockkonzerten –, dass bei solchen Anlässen ein Rahmen dafür geschaffen wird, dass sich Männer gegenseitig berühren können. Es handelt sich zum Teil um innige, kameradschaftliche Umarmungen oder dass man sich gegenseitig im Arm liegt – auf jeden Fall scheint es bei solchen Anlässen wichtig zu sein, sich gegenseitig zu spüren. Leider ist es so, dass das männliche Subjekt in solchen Momenten eine gewisse Ahnung davon hat, dass es hier um eine verdrängte homosexuelle Neigung geht und das ist eine Ahnung, die das männliche Subjekt nicht zulassen darf. Deshalb gibt es verschiedene Riten, die es verhindern, dass sich die männlichen Subjekte ihrer Homosexualität bewusst werden und diese Riten enden immer wieder in einem Ausbruch von Gewalt. Die Körperlichkeit darf also nur dann zugelassen werden, wenn es sich um eine harte Körperlichkeit handelt. Die Umarmung endet oftmals in einer Kopfnuss, Körperlichkeit auf dem Rockkonzert besteht oftmals im Pogo, der bald vielmehr einer massenhaften Prügelei gleicht. Im letzten Jahr gab es zum Männertag Schlagzeilen, als sich in mehreren Städten aus den Männertagsumzügen Straßenschlachten entwickelt hatten. Letztendlich entlädt sich die nichteingestandene Homosexualität in Übergriffen gegenüber Frauen. Die Gewalt, die sich Männer täglich antun müssen, weil sie nicht passiv, sinnlich und zärtlich sein dürfen und die ganz offenbar wird, wenn tatsächlich eine Nähe zwischen Männern entsteht, wird am Ende den Anderen angetan.

Die Transkription des vollständigen Vortrages erscheint in Kürze bei Wider Die Natur.

■ Auf die Körperlichleit zwischen Männern hat Johannes Paul Raether in seiner sehr gelungen Fotoreihe von der Fanmeile der WM 2006 in Berlin einen Fokus gelegt:

Sehr zu empfehlen hier auch das Kotz-Video über Deutschland, das Land der Ideen …, es lohnt sich auf der Seite zu stöbern.

■ Bubizitrone weist auf den besonderen Service eines Cafés in Jena hin und ist ebenfalls von zwecklosen Diskussionen frustriert.

■ Anselm Gramschnabels (Gruppe Surpasser) Überlegungen zum Charakter von Massenevents anlässlich des Weimarer Zwiebelmarkts (der uns in Bälde leider wieder auf die Pelle rücken wird) könnten ebenso Aufschluss über den Charakter des Fußballspektakels geben.

■ Der Blog „Im Kopf Lokalisationweist auf ein Buch zur Kritik des Fußballsports hin, das mir nach dem Lesen der Einleitung zumindest als lesenswert erscheint, auch wenn hier mit der klassischen Manipulationsthese aufgewartet wird (Fußball ist Droge fürs Volk, damit das seine Interessen nicht erkennt). Lesen.

■ Im Audioarchiv befindet sich ein Vortrag von Freek Huisken über Fußball und Deutschlandwahn, der unter anderem auch die Manipulationsthese zurückweist:

Die neu­es­te Sen­dung Sach­zwang FM be­inhal­tet einen am 08.​06.​2010 in Ber­lin ge­hal­te­nen Vor­trag von Freek Huis­ken (GSP) über den ak­tu­el­len Deutsch­land­wahn und die Funk­tio­nen der Welt­meis­ter­schaft des Män­n­er­fuß­balls und ähn­li­cher Ver­an­stal­tun­gen für die Staa­ten­kon­kur­ren­zen.

In dem Vortrag sind einige gute Gedanken formuliert, das hören macht trotzdem keinen Spaß – „Das war der erste Punkt, jetzt komme ich zum zweiten Punkt.“ – „Wieso das ganze?“ – „Wozu die ganze Veranstaltung?“ – „Was haben die jetzt davon?“ – „Zu welchem Zweck machen die das jetzt?“ usw. – anstatt mal eine Argumentationsfolge stringent auszuführen, scheint der Referent die Höhrer_innen hier an die Hand des gesunden Menschenverstands nehmen zu wollen, was extrem nervt.

■ Und abschließend ein Zitat von einem Freund: „Wer ein Problem damit hat, wenn ich ‚Scheißdeutsche‘ sage, soll gefälligst wo anders hinziehen.“

Zur Expressionismusdebatte

Am Donnerstag werden in der ACC Galerie Weimar Kerstin Stakemeier und Roger Behrens einen Vortrag über die Expressionismusdebatte halten. Im Vorfeld wurde schon zahlreiches Material veröffentlicht: Ein Telefoninterview mit Kerstin Stakemeier und Roger Behrens über die Expressionismusdebatte, sowie ein Gespräch mit Christopher Zwi über Georg Lukács und die Expressionismusdebatte gibt es im KSR-Radio. Im Audioarchiv gibt es die Glossen zum Realismus von Bert Brecht, welche dieser während der Expressionismusdebatte verfasst hatte. Es sei auch nochmal auf den Vortrag von Kerstin Stakemeier zum Konstruktivismus hingewiesen, den sie als Realismus verhandelt – am Ende des Vortrages geht sie auch kurz auf die Expressionismusdebatte ein (bei KSR-Radio 2009).

Veranstaltungsreihe zur Klassenfrage

Alle Jahre wieder wird darüber gestritten ob man sich nicht endlich von der Klasse verabschieden sollte. Schon in historischen Debatten stand auf der Tagesordnung, ob der positive Bezug auf das Proletariat eine realistische Perspektive ist. Analytisch konkurriert die Marxsche Vorstellung von Klassengesellschaft von Beginn an mit eher soziologischen Ansätzen zur Beschreibung sozialer Schichtung. Heute ist der Begriff umstrittener denn ja. Antideutsche und wertkritische Ansätze sehen den Begriff als Erbe des „Arbeiterbewegungsmarxismus“, der wegen des positiven Bezugs auf die Arbeit sowohl analytisch als auch strategisch untauglich ist. Operaist_innen halten Klassenkämpfe für den entscheidenden Motor gesellschaftlicher Veränderung und warten darauf, dass die chinesischen Wanderarbeiter_innen ihre Arbeiterautonomie erkennen und den Karren der Geschichte herumdrehen. Post-operaistische Ansätze sprechen von der Multitude, die werden muss, um dem Empire entgegen zu treten – ähnlich wie im Traditionsmarxismus die ökonomisch bestimmte Klasse an sich ihre Bestimmung erkennen und zur kollektiv handelnden Klasse für sich werden musste. Postmarxist_innen suchen mit Max Weber und Foucault nach der sozialen Reproduktion von Klassen und beschreiben, wie der Klassenunterschied durch moderne Regierungstechniken ins Innere der Subjekte verlegt wird. Als positiver Bezugspunkt bleibt oft die klassenlose Gesellschaft – auch wenn völlig unklar ist, wie sie aussieht und es keine nennenswerte Debatte über Transformationsperspektiven gibt. Die Veranstaltungsreihe nähert sich dem Begriff der Klasse durch die Erschließung der Debatten, die um die Klassenfrage geführt wurden. In der Vertiefung setzen wir uns mit aktuellen Ansätzen von Klassentheorie auseinander und fragen VertreterInnen der verschiedenen Theorien, wie tauglich der Begriff für eine Kritik der Verhältnisse auf der Höhe der Zeit ist. Die Reihe kann als Hinführung zur wissenschaftlichen Tagung „Prekarier, Pauper und Proleten – Zum aktuellen Gebrauchswert des Klassenbegriffs“ der RLS Thüringen am 11./12. Juni 2009 genutzt werden, welche die Diskussion über den politischen Nutzen des Begriffs der Klasse vertiefen wird.

07.05.2010
Klasse an und für sich, Multitude, Schicht, Milieu

Viele Gesellschaftstheorien bieten Brillen an, um soziale Ungleichheit zu beschreiben. Sowohl die Kriterien, nach denen Gruppen unterschieden werden als auch die Frage, wie (und ob überhaupt) aus der Beschreibung irgendwelche Schritte zur Veränderung folgen, unterscheiden sich immens. Um sich im ersten Schritt dem Begriff der Klassengesellschaft zu nähern, wird der Klassenbegriff in der Veranstaltung ins Verhältnis zu anderen Beschreibungen von Ungleichheit gesetzt.

14.05.2010
Thesen zur klassenlosen Klassengesellschaft

Im Juni 2007 veröffentlichten die „Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft“ in einer Zeitschrift mit dem Titel „Kosmoprolet“ ihre „28 Thesen zur klassenlosen Klassengesellschaft“. Sie konstatieren darin, dass die alte proletarische Bewegung zwar restlos in der herrschenden Ordnung aufgegangen ist, halten jedoch an einem Begriff der Klasse fest und konstatieren in ihrer Analyse, dass es auch in dieser historischen Situation noch Klassenkämpfe gibt. Ebenso wie Marx den Klassenkampf nicht erfunden habe, sondern die Klassenkämpfe der Entwicklung seiner Kritik vorangegangen seien, wollen sie an aktuelle Kämpfe anknüpfen und sprechen damit recht optimistisch von einem „Proletariat, das für seine Selbstaufhebung bereits weltweit kämpft.“ In der Veranstaltung werden sie ihre Thesen vorstellen und dabei einen Fokus auf die Begriffe der Klasse und des Klassenkampfes rücken.

04.06.2010
Globale Perspektiven auf Klassenkämpfe

Seit der Wirtschaftskrise der ’70er Jahre und ihrem Aufschub, mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und einem erneutem Ausbruch der Krise im vorletzten Jahr kann eine fortschreitende Verschiebung der Klassenverhältnisse auf globaler Ebene konstatiert werden. Der Vortrag soll darlegen was diese Veränderungen für die Proletarisierten bedeutet, welche Perspektiven des Widerstands sich unter diesen neuen Bedingungen ergeben und wo bereits Klassenkämpfe ausgebrochen sind.

VERANSTALTUNGSORT
Radio F.R.E.I., Gotthardtstraße 21, Erfurt

BEGINN
Jeweils um 20:30 Uhr

EINE KOOPERATION ZWISCHEN
Bildungskollektiv, Radio F.R.E.I., Jugendbildungsnetzwerk der RLS

INTERNET
biko.arranca.de

Bei dieser Gelegenheit sei auf einen Vortrag von Zwi zum „Proletariat als Prozess“ hingewiesen.

Kopfstoss.fm – live aus Mügeln

Der braune Mob hat sich wieder in der sächsischen Pampa von seiner besten Seite gezeigt, wieder mal in Mügeln. Die Fussballsendung Kopfstoss vom freien Radio Halle, Radio Corax war mit dabei. Der Sport ist mir latte, aber die O-Töne sind ziemlich gruselig.

[via besserscheitern]



Edit
: besserscheitern weist noch auf einen Beitrag von tatort branids hin, wo ausführliche Berichte von den Vorfällen in Brandis und Mügeln zu lesen sind.

Thesen zum Begriff der Geschichte

Die Falken Erfurt haben vor Kurzem eine Broschüre mit dem Titel „»Die Überlieferung von neuem dem Konformismus abzugewinnen…« – Versuche einer materialistischen Geschichtsschreibung – Erfurt in der Frühen Neuzeit“ herausgegeben, in der einige Stationen der Erfurter Stadtgeschichte durchgegangen werden. Im Anhang befindet sich eine sehr lesenswerte Zusammenfassung der materialistischen Geschichtsschreibung von Marx, Benjamin, Agnoli …

Siehe auch

Walter Benjamin: Über den Begriff der Geschichte | Esther Leslie über Walter Benjamin | Audiomaterial zu Walter Benjamin | Marcus Hawel: Walter Benjamins Geschichtsphilosophie | Christoph Hering: Rekonstruktion der Revolution. Walter Benjamins messianischer Materialismus in den Thesen „Über den Begriff der Geschichte“