Archiv der Kategorie 'Melodie'

Glen or Glenda

Ich habe vor Jahren schon mal auf die französische Band „Glen or Glenda“ hingewiesen. Ich muss inzwischen sagen, dass das wohl tatsächlich eine der besten Sachen ist, die ich in meinem Musikschrank habe. „Glen or Glenda“ bescherte mir auch eines der besten Konzerte an die ich mich erinnern kann. Ich hatte die Band damals ins lokale AJZ eingeladen. Als die Vorband gespielt hatte, begannen Glen or Glenda ihre Technik in den Konzertraum zu tragen. Als sie damit fertig waren, war die Bühne voll und kein Platz mehr für die Musiker. Die haben sich dann mit ihren Instrumenten vor die Bühne gestellt und das sehr kleine Publikum hat sich auf den Boden, im Halbkreis um die Band gesetzt. Obwohl so wenige Leute da waren habe ich noch nie zuvor so eine Spannung zwischen Publikum und Band erlebt und vor Allem solch eine Aufmerksamkeit des Publikums.

Das Label der Band „Los Potagers Natures“ hat inzwischen seine Web-Präsenz gewechselt und leider stehen nicht mehr alle Alben von Glen or Glenda frei zur Verfügung. Trotzdem bleiben immer noch empfehlenswert:

Glen Or Glenda – Goulita

Marvin – s/t

Edit: Seltsamerweise funktionieren die Verknüpfungen zu den Songs in meinem alten Beitrag immer noch. Listen.

Reißt das Pflaster auf

Mir wurde dies als einer der besten Straßenschlacht-Soundtracks empfohlen – mit dieser Vorstellung wirklich gut:

Es gibt kein gesundes Leben im Kranken

a: Aber du kannst doch nicht immer an allem zweifeln.
b: Aber warum denn nicht?
a: Das ist doch nicht gesund.

via

Als ich so 14, 15 Jahre alt war begann ich mich langsam für den Anarchismus zu interessieren und hatte von einem Bekannten dann tatsächlich das Buch „Die Befreiung der Gesellschaft vom Staat. Was ist kommunistischer Anarchismus?1“ von Erich Mühsam bekommen, welches ich mit großem Interesse verschlang. Nachdem ich Blut geleckt hatte besorgte ich mir weitere Bücher von Mühsam – kleine Pamphlete aus den typischen Anarcho-Verlagen, seine Gedichte und die unpolitischen Erinnerungen. Meine Deutschlehrerin, die sehr an meiner Lektüre interessiert war, bemerkte bald, dass ich ein Interesse am Anarchismus hegte. Eines Tages, als sie mich wieder bei meiner Mühsam-Lektüre erwischt hatte, sprach sie mich an und fragte mich, was mich denn ausgerechnet am Anarchismus interessieren würde. Wir begannen eine Diskussion – ich argumentierte gegen den Staat und für die Anarchie, sie mit der Natur des Menschen. Schließlich meinte sie, dass meine Ansichten sicher von edlem Charakter wären, dass eine solche Gegnerschaft zu allen Konventionen aber nur krank machen würde. Ich konterte mit einem Autoritätsargument; auch Schiller sei für das Ende des Staates gewesen und in diesem Sinne wohl als Anarchist zu bezeichnen. „Kein Wunder“ meinte sie, „dass Schiller 1805 an einer Bauchfellentzündung gestorben ist.“

  1. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe eigentlich ein schreckliches Buch – der Staat steckt wie ein Stachel im Fleisch der von sich aus immer schon guten Gesellschaft… [zurück]

Ken Vandermark im Wagner

Heute Abend wird im Café Wagner in Jena einer der aktuellsten Avantgarde-Jazz-Musiker aus den USA spielen: Ken Vandermark. Begleitet wird er von Paal Nilssen Love, der in der norwegischen Free-Jazz-Szene bekannt geworden ist. Beide verbindet unter Anderem, dass sie schon mit Peter Brötzmann zusammengespielt haben.

Hier eine Kostprobe (eine andere Besetzung als heute Abend – es handelt sich um irgend eine der Tausend Bands von Ken Vandermark):

Außerplanetarische Opposition

Das:

wird hier zitiert:

wird hier zitiert.

Danke an esowatch für die immer wieder guten Musikhinweise!

Now Playing

Bevor ich zur Autobahn gehe:

Listen to this:

Eine der besten Sachen, die ich seit langem entdeckt habe:

Manchmal grunge…


t.v. snow

grrr | MySpace Video

Weiß jemand welche Band das ist?

Ich hab geträumt #18

Ich träumte, ich würde im Zimmer meiner Mutter eine sonderbare Bass-Klarinette finden. Wenn man sie in der Hand hielt reichte sie bis zum Boden, sie hatte zahlreiche Löcher und Knöpfe und das Mundstück sah aus wie der Ausgieß-Schnabel einer Schnapsflasche. Ich setzte an und sofort kamen wunder- und sonderbare Töne heraus – für mich spielte sich das Instrument wie von selbst, ich schien es tadellos zu beherrschen. Sofort gab ich an Ort und Stelle mit zwei Freunden, die ebenfalls im Besitz recht ausgefallener Instrumente waren, ein Konzert. Es klang ungefähr so:

Als der Auftritt beendet war ging ich zu meiner Mutter, fragte sie ob sie mir das Instrument überlassen würde und versprach im gleichen Zug Klarinetten-Unterricht zu nehmen. Meine Mutter war der Idee recht zugeneigt, meinte aber, dass das Instrument einer gründlichen Reinigung bedürfe. Und tatsächlich – ich blies probehalber noch einmal hinein – ließ sich das Instrument auf einmal ganz schwer spielen, als wäre es verstopft. Ich drehte die Klarinette um und entdeckte, dass ein Haar aus dem Trichter wuchs…

Jodel Prog

Danke an Kalle für den Tip. Grüße an Luxemburger Anarchist (In defense of prog rock 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7) und Entdinglichung (Musik zum Sonntag).

Gestern gehört…

…und dabei an fubar gedacht – wir sehen uns morgen! Beste Grüße:

Das Leben des Sid Vicious

Danke, Schröter!

Beuys Beuys Beuys

… der alte Nazi-Unteroffizier:

Peace or Annihilation

Thick as a brick

Ich weiß nicht wer diese bescheuerte Bilder-Show gemacht hat, aber die Musik ist echt der Hammer. Listen part 1 – 5:

Edit: Zur Verteidigung des Prog Rock siehe bei Luxemburger Anarchist hier, hier und hier

In de Luft

Partisans & Parasites

Im März veröffentlicht der großartige Musiker Daniel Kahn mit seiner Band The Painted Bird ein neues Album mit dem Titel Partisans & Parasites. Einige Lieder aus dem Album sind bereits auf seiner Myspace Seite zu hören. An dieser Stelle das bekannte Lied „6 MIO Germans“ (via Schildi), in dem Daniel Kahn über die jüdische Partisanengruppe Nakam um Abba Kovner singt:

Links:
Daniel Kahn | Daniel Kahn & The Painted Bird | Myspace Seite | Interview mit der Jungle World

Ich würde lachen…

Diesen Text habe ich neulich in einem Hardcore-Punk-Zine von 1988 entdeckt, welches bei mir zu Hause rumflog und ich musste dabei ein wenig schmunzeln:

HATEMAIL
oder: Zwölf gute Gründe, EA80 zu hassen.

Guten Tag liebe Mitpunker, hier spricht weder Armin über Fußball, noch Uncle Lee über bessere Zeiten, sondern Major Ryan. Wie ihr seht, habe ich mein Gewissen nicht von euch blödem Volk kaufen lassen, und ich will euch jetzt mal was sagen, nämlich… (Allgemeines oh und ah!, Gemurmel, Verwirrung)
Ja, da staunt ihr, die Wahrheit, das hat man euch schon lange nicht mehr versprochen!

Nun, ich habe die traurige Mitteilung, daß eure Heilige Kuh beim Schlachten längst schon überfällig ist. Sie muss weg, kapiert, da ist kein Platz mehr für sie. Welche heilige Kuh? Na, tut doch nicht so scheinheilig. Ich rede nicht von Converse, auch nicht von Starving Missle, nicht von Thrasher (falls dieses Teil überhaupt jemand liest, immerhin ist es auf Englisch, einer Sprache, die ihr Blödel eh nicht rafft), nein meine ungeliebten Freunde, ich rede von EA80.

EA80, ja, da geht ein Raunen und Aufstöhnen durch eure Reihen, diese Uraltpunx, diese wundervollen, erfrischend „anderen“ Punker, diese lederjackenlosen Pogo-Westentaschenphilosophen.
Gebt zu, ihr liebt sie, ihr verehrt sie, ihr findet diese Blase toll, stimmts?

Ich nicht.
Aus gutem Grund.

(mehr…)

Seltsame Seilschaften

Eine schöne Street Art (siehe Bild) und eine gute Nachicht: Ja König Ja haben ein neues Album herausgebracht, welches sich Die Seilschaft der Verflixten nennt. Ein Lied davon könnt ihr hier hören. Wunderbar!

Antifaschistische Aktion!

[Deutsche Zustände Angreifen!]