Die fünf Leben des B. Traven

Der Roman „Das Totenschiff“ von B. Traven wäre nicht ausreichend als Abenteuer- oder Seefahrerroman charakterisiert. Auch wenn er Abenteuerliches erzählt, enthält er eine Zeitdiagnose: Wie Staatszugehörigkeit und nationale Identität im Zuge des 1. Weltkriegs auf neue Weise an Bedeutung gewinnen. Dabei geht es zentral um die Position der Staatenlosigkeit. Der Staatenlose befindet sich in einem Zustand der Rechtslosigkeit, wird von Behörde zu Behörde weiter gereicht und bleibt als Nicht-Person in einem rastlosen Zwischenzustand gefangen. Der Roman beschreibt zudem den Zustand und Alltag des Arbeitslagers, dessen Insassen sich jenseits von Leben und Tod befinden – ein Arbeitslager, das in diesem Fall als Schiff die Meere befährt.

Lange Zeit rankten sich zahlreiche Mythen und Vermutungen um den Romanautoren B. Traven, bis vor Kurzem wurde noch die Vermutung angestellt, dass sich hinter diesem Namen mehrere Autoren verbergen. Bei Edition Tiamat ist jüngst ein Buch erschienen, das verspricht, den Lebensweg und die Identität B. Travens weitestgehend aufzuklären: „Das Phantom. Die fünf Leben des B. Traven“ von Jan-Christoph Hauschild. Ich habe ein Interview mit Hauschild geführt, in dem wir einige Lebensstationen B. Travens besprochen haben. Ich habe ihn zunächst danach gefragt, was für ihn Ausgangspunkt und Motivation der Publikation gewesen ist.

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