Candide oder das Hoffen lernen

Hörspielabend und Gespräch nach einer satirischen Erzählung von Voltaire
17. Februar 2011 – Sächsischer Bahnhof, Gera – Erfurtstraße 19 – 19:00 Uhr
BaD / BiKo

Wenige Jahre nachdem der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz seine grundsätzliche Überlegung publiziert hatte, dass diese Welt trotz all ihrer Übel die beste aller möglichen Welten sei, wurde Lissabon von einem verheerenden Erdbeben zerstört, bei dem es zu 100.000 Toten kam. Dieses Ereignis verarbeitete der französische Aufklärer Voltaire in einer seiner bekanntesten Erzählungen „Candide oder der Optimismus“. Der optimistische Protagonist Candide wird in dieser Geschichte mit den grausamsten Übeln der Welt konfrontiert – und kann trotzdem nicht aufhören zu hoffen. Es handelt sich bei dieser Erzählung um einen satirischen Schlag gegen Leibniz und den Optimismus – in ihrer beißenden Ironie ist es eine Klage gegen vermeidbares Leiden und eine Polemik gegen die unkritische Genügsamkeit der Philosophen.

Nach einer kurzen Einleitung zu Voltaire und dem Verhältnis von Optimismus, Pessimismus und negativem Denken wollen wir eine Hörspielbearbeitung von „Candide oder der Optimismus“ hören und anschließend darüber diskutieren.

via BiKo