Wutpilger-Streifzüge #4

Die vierte Ausgabe der Sendereihe „Wutpilger-Streifzüge“ ist ebenfalls nicht mehr vorhanden. Aus Anlass des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz wurde das Gedicht „Deutsches Gedicht“ von Ernst Jandl gesendet, welches hier angehört werden kann. Im zweiten Teil der Sendung wurde ein Essay über Georg Simmels Philosophie der Mode gesendet, welches untenstehen nachgelesen werden kann.

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Simmel und die Philosophie der Mode

Wenn unser Erkennen von der Bestrebung nach der höchsten Verallgemeinerung und Abstraktion gelenkt wird, wie von dem Bedürfnisse, das Einzelne und Speziellste zu beschreiben; wenn unser Gefühlsleben bald in ruhiger Hingabe an Menschen und Dinge, bald in energischer Betätigung ihnen gegenüber sich befriedigt; wenn unser sittliches Wesen in der sozialisierenden Verschmelzung mit unserer Gruppe und in der individuellen Heraushebung aus derselben seine Pole, die Grenzen seiner Schwingung findet – so sind alles dies gleichsam die provinziellen Ausgestaltungen der großen gegensätzlichen Kräfte, in deren Kampf und Ausgleichung unser Schicksal besteht.

Der Gegensatz von Besonderem und Allgemeinem, von Individuum und Allgemeinheit, vom Einzelnen und der Masse – dieser Gegensatz ist ein zentrales Problem, welches sich durch die philosophischen, kulturwissenschaftlichen und soziologischen Schriften Georg Simmels zieht. Ebenso wie dieser Gegensatz sowohl eine Frage der Erkenntnistheorie, als auch eine Frage von Gesellschafts- und Kulturtheorie ist, beschränkte sich Georg Simmel, der vor Allem durch seine soziologischen Schriften bekannt wurde, nie auf das abgesteckte Gebiet einer einzelnen Disziplin der Wissenschaft.

Georg Simmel wurde 1858 in Berlin als der Sohn einer zum Christentum konvertierten jüdischen Kaufmannsfamilie geboren. Er besuchte das Friedrichwerdersche Gymnasium, eines der traditionellen humanistischen Gymnasien in Berlin, wo er sein Abitur absolvierte. Anschließend studierte er an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin Geschichte, Völkerpsychologie und Philosophie sowie Kunstgeschichte und Altitalienisch. Das gemeinsame Haus Georg Simmels und seiner Frau Gertrud Kinel wurde zu einem wichtigen Treffpunkt für die Intellektuellen Berlins: Hier trafen sich z.B. Rainer Maria Rilke, Edmund Husserl, Reinhold Lepsius und Sabine Lepsius, sowie Marianne und Max Weber. Ebenso wie Max Weber gehörte Simmel zu den Mitbegründern der 1909 ins Leben gerufenen und noch heute existierenden Deutschen Gesellschaft für Soziologie.

Obwohl es ihm Zeit seines Lebens nicht gelang, einen renommierten universitären Lehrstuhl zu besetzen, wurde Georg Simmel noch zu seinen Lebenszeiten zu einer äußerst bekannten und einflussreichen Figur der Geisteswissenschaften. Er hinterließ zahlreiche Schriften zu philosophischen, historischen, psychologischen, soziologischen, ethnographischen und kunstwissenschaftlichen Themen, sein Werk enthält Aufsätze zu Problemen der Logik, Ethik, Ästhetik, Religionssoziologie und Sozialpsychologie. Er übte unter Anderem Einfluss auf Kurt Tucholsky, Siegfried Kracauer, Ernst Bloch und Georg Lukacs und war damit eine wichtige Quelle für die Entwicklung der Kritischen Theorie.

Eine der wichtigsten Kategorien in Simmels Denken ist das Individuum. Wenn es jedoch darum geht Regeln aufzufinden, nach denen sich das Individuum verhält, ergibt sich die Schwierigkeit dass bei den Begriffen der zwei Pole „Individuum“ und „Gesellschaft“, jeweils kein letzter Anhaltspunkt gefunden werden kann – Simmel löst diese Schwierigkeit, indem er die ständigen Wechselwirkungen zwischen Individuum und Gesellschaft untersucht: er legt einen Fokus auf das Dazwischenliegende, auf die Interaktion. Simmels These ist nun, dass die Moderne, mit ihren Institutionen der Vermittlung und einer zunehmenden gesellschaftlichen Differenzierung, dem Individuum eine größere Freiheit ermöglicht, als dies in vormodernen, etwa feudalen Verhältnissen möglich war. Gleichzeitig sieht er diese neue Freiheit des Individuums in Gefahr: er konstatiert die Zunahme und Verdichtung eines breiten Netzes sozialer Abhängigkeiten, damit ein Übergewicht der Gesellschaft über das Individuum und durch die Entwicklung der Geldwirtschaft ein Sieg der Quantität über die Qualität, des Mittels über den Zweck. Simmel erfährt die Auswirkungen einer Massenkultur, die durch Isolierung und eine fortschreitende Abstumpfung gekennzeichnet ist.

Im ambivalenten Verhältnis zwischen Fortschritt und Rückschritt, zwischen Besonderem und Allgemeinen ist bei Simmel nun auch das Phänomen der Mode zu verorten. Mode ist etwas, das immerzu zwischen diesen Polen liegt: Zwischen Einschluss und Ausschluss, zwischen Nahahmung und Hervorhebung des Besonderen. Simmel schreibt in seiner Essay-Sammlung mit dem Titel „Philosophische Kultur“ zur Mode:

Sie ist Nachahmung eines gegebenen Musters und genügt damit dem Bedürfnis nach sozialer Anlehnung, sie führt den einzelnen auf die Bahn, die Alle geben, sie gibt ein Allgemeines, das das Verhalten jedes Einzelnen zu einem bloßen Beispiel macht.

Nicht weniger aber befriedigt sie das Unterschiedsbedürfnis, die Tendenz auf Differenzierung, Abwechslung, Sich-abheben.

Und dies letztere gelingt ihr einerseits durch den Wechsel der Inhalte, der die Mode von heute individuell prägt gegenüber der von gestern und von morgen, es gelingt ihr noch energischer dadurch, dass Moden immer Klassenmoden sind, dass die Moden der höheren Schicht von der tieferen unterscheiden und in dem Augenblick verlassen werden, in dem diese letztere sie sich anzueignen beginnt.

So ist die Mode nichts anderes als eine besondere unter den vielen Lebensformen, durch die man die Tendenz nach sozialer Egalisierung mit der nach individueller Unterschiedenheit und Abwechslung in einem einheitlichen Tun zusammenführt.

Mode ist also auf zwei Ebenen zugleich Nachahmung und Sich-abheben. Auf der einen Ebene unterscheiden sich soziale Kreise durch einen bestimmten Kleidungsstil von anderen Kreisen. Eine bestimmte Gruppe schafft sich einen bestimmten Kleidungsstil, der nach Innen Gemeinsamkeit stiftet und anzeigt und nach außen Abgrenzung und Unterscheidung bedeutet. Auf der anderen Ebene geschieht dies ähnlich innerhalb des sozialen Kreises: Für den Einzelnen, der den Stil seines Kreises nachahmt, bedeutet die Mode eine Entlastung: Er kann auf Vorgefundenes zurückgreifen, kann sich an Gegebenem orientieren und ist damit als Einzelner nicht unmittelbar beansprucht. Zugleich gibt die Mode dem Einzelnen auch die Chance sich innerhalb der Gruppe als Individuum hervorzuheben. Mode besteht immer auch in der Variation, sie kann niemals ganz gleich, ganz Uniform sein, „so dass die einzelne Erscheinung nie aus dem Allgemeinen herausfällt, aber sich immer aus ihm heraushebt.

Wäre die Mode Uniform, wäre sie keine Mode mehr, da der Charakter der Mode eben darin besteht, zwischen Allgemeinem und Besonderem vermittelt zu sein. Ebenso würde die Mode enden, würden alle Menschen einen absolut individuellen Stil bevorzugen. Simmel stellt fest:

In Florenz soll es um das Jahr 1390 deshalb keine herrschende Mode der männlichen Kleidung gegeben haben, weil jeder sich auf besondere Weise zu tragen suchte.

Da Mode also zwischen Allgmeinem und Besonderen angesiedelt ist, aber ständig dazu strebt sich zu verallgemeinern, ist sie ständig in Bewegung. Diese Bewegung vollzieht sich bei Simmel stets von oben nach unten. Sie ist explizit eine Klassenmode. Sie entspringt den oberen Klassen, welche sich von den unteren abgrenzen wollen. Da sie damit aber setzen was sittlich, was ästhetisch, also was modern ist, versuchen die unteren Klassen den Stil der oberen nachzuahmen, womit deren Distinktionsbedürfnis sie dazu zwingt sich etwas neues zu überlegen.

Mode hat somit den Anspruch immer neu zu sein und sie muss selbst immer erneuert werden. Genau dadurch erzählt Mode auch immer etwas von der Welt, von der Globalität der Verhältnisse, denen sie entspringt. Denn Neues findet sich meistens in weiter Entfernung, in den entlegenen Winkeln der Welt, im Fremden. Zugleich ist die Mode abstrakt – sie entzieht sich einer direkten Zweckmäßigkeit. Simmel schreibt:

Dass die Mode so ein bloßes Erzeugnis sozialer oder auch: formal psychologischer Bedürfnisse ist, wird vielleicht durch nichts stärker erwiesen als dadurch, dass in sachlicher, ästhetischer oder sonstiger Zweckmäßigkeitsbeziehung unzählige Male nicht der geringste Grund für ihre Gestaltung auffindbar ist.

Während im allgemeinen z.B. unsere Kleidung unsern Bedürfnissen sachlich angepasst ist, waltet keine Spur von Zweckmäßigkeit in den Entscheidungen durch die die Mode sie formt: ob weite oder enge Röcke, spitze oder breite Frisuren, bunte oder schwarze Krawatten getragen werden.

So hässliche und widrige Dinge sind manchmal modern, als wollte die Mode ihre Macht gerade dadurch zeigen, dass wir ihretwegen das Abscheulichste auf uns nehmen; gerade die Zufälligkeit, mit der sie einmal das Zweckmäßige, ein andermal Abstruse, ein drittes mal das sachliche und ästhetische ganz anbefiehlt, zeigt ihre Gleichgültigkeit gegen die sachlichen Normen des Lebens, womit sie eben auf andere Motivierungen, nämlich die typisch-sozialen als die einzig übrigbleibenden hinweist. – Diese Abstraktheit der Mode, in ihrem tiefsten Wesen begründet und als „Realitätsfremdheit“ ein gewisses ästhetisches Cachet dem Modernen selbst auf ganz ausserästhetischen Gebieten verleihend, entwickelt sich auch in historischen Phänomenen.

Aus früheren Zeiten wird vielfach berichtet, wie eine Laune oder das besondere Bedürfnis einzelner Persönlichkeiten eine Mode entstehen ließen – so die mittelalterlichen Schnabelschuhe aus dem Wunsch eines vornehmen Herrn, für einen Auswuchs an seinem Fuß eine entsprechende Schuhform zu finden, der Reifenrock aus dem Wunsch einer tonangebenden Frau, ihre Schwangerschaft zu verbergen usw.

Allerdings ist die Mode dadurch nicht vor der Zweckrationalität der bürgerlichen Gesellschaft gefeiht. Trotz der Abstraktheit und der Unzweckmäßigkeit ihrer ästhetischen Formen findet eine Eingliederung der Mode in die rationalen Arbeitsprozesse statt:

Im Gegensatz zu solch personalen Ursprung wird auch die Erfindung der Mode in der Gegenwart mehr und mehr in die objektive Arbeitsverfassung der Wirtschaft eingegliedert.

Es ensteht nicht irgendwo ein Artikel, der dann Mode wird, sondern es werden Artikel zu dem Zweck aufgebracht, Mode zu werden. In gewissen Zeitintervallen wird eine neue Mode a priori gefordert, und nun gibt es Erfinder und Industrien, die ausschließlich an der Ausfüllung dieses Rahmens arbeiten.

Und damit ändert sich, dies ist bei Simmel selbst noch nicht so ausformuliert, auch die Richtung der Bewegung in der sich die Erneuerung der Mode vollzieht. Mit dem Aufkommen von Subkulturen und Protestkulturen werden Sachen zur Mode, die vormals Geheimtip und Underground waren. „Magazin will was von unten – und die von unten wollen hoch“, singt die Band „Schneller Autos Organisation“ in ihrem Lied „glatte Sachen.“ Die Bewegung geht nun von unten nach oben.

Gleichzeitg, und dies hat Simmel schon erfasst, wird mit dem ständigen Bedürfnis nach dem Neuen das Individuum zunehmend in Anspruch genommen: Es gibt geradezu einen Zwang sich ständig neu inszenieren zu müssen, ständig eine neue Haltung einnehmen zu müssen, ein Zwang der letztendlich zur Abstumpfung führt und durch den die Funktion der Mode, das Individuum vor der direkten Beanspruchung zu schützen, wegfällt:

Der Wechsel der Mode zeigt das Maß der Abstumpfbarkeit der Nervenreize an; je nervöser ein Zeitalter ist, desto rascher werden seine Moden wechseln, weil das Bedürfnis nach Unterschiedsreizen, einer der wesentlichen Träger aller Mode, mit der Erschlaffung der Nervenenergien Hand in Hand geht […].

Wie wäre sich nun Georg Simmels Philosophie der Mode aus einer kritischen Perspektive anzueignen?

Gerade letztere Tendenz wäre hervorzuheben. In der Postmoderne und mit der Krise des bürgerlichen Subjekts sind die Individuen ständig dazu gezwungen sich neu zu identifizieren – eine Tendenz, die sich nicht nur im Bereich der Mode vollzieht. Mit einer allumfassenden Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse sind die Menschen zunehmend in eine absolute Unsicherheit hineingezwungen, die ihnen abverlangt sich ständig zu erneuern und zu verändern. Mit der Entwicklung der Kulturindustrie entwickelt sich der Drang der Mode zum Neuen zudem zu einer ständigen Wiederkehr des ewig Gleichen. Die Mode kann nicht bei dem einen stehen bleiben, kann sich in der Postmoderne jedoch nicht wirklich aus etwas Neuem schöpfen. Das Zitat und der Rückgriff auf schon Gewesenes wird zum obersten Prinzip – das Spiel mit den Zeichen wird zu einem Diktat.

Allerdings verdient die Theorie der Mode von Georg Simmel auch eine explizite Kritik. So ist die Mode zwar bei ihm explizit eine Klassenmode, also eine Mode durch welche die Schichten sich unterscheiden, dass sie jedoch auch eine Mode der Geschlechtlichkeit ist findet bei ihm nur am Rande Erwähnung und ist dann auch noch sexistisch. So schreibt er in seinem Aufsatz „Zur Psychologie der Mode“, den er 1895 in der Wiener Wochenschrift „Die Zeit“ veröffentlichte:

Die soziologische Bedeutsamkeit der Mode, die den Egalisierungs- und den Individualisierungstrieb, den Reiz der Nachahmung und den der Auszeichnung zugleich betontem Ausdruck bringt, mag es erklären, daß die Frauen im Allgemeinen der Mode besonders stark anhängen.

So sehr wissenschaftliche Besonnenheit auch alle Urteile über die Frauen im Plural scheuen soll, so darf man doch wenigstens als die allgemeine Meinung anführen, daß ihr psychologisches Wesen, soweit es sich von dem männlichen unterscheidet, in dem Mangel an Differenzierung besteht, in einer größeren Gleichheit untereinander, einer stärkeren Bindung an den sozialen Durchschnitt; wodurch sich denn ihre enge Beziehung zur Sitte, zu der allgemein gültigen Form, die ’sich ziehmt‘ unmittelbar erklärt.

Es scheint bei Simmel eine natürliche Angelegenheit zu sein, dass Frauen weniger zur Individualität fähig sind als Männer. Diese Zuschreibung entspricht spezifisch historischen Geschlechterbildern, die Frauen die Attribute sozial, sinnlich, natürlich zuschreibt, während Männer als individualistisch, rational, arbeitend und in der Öffentlichkeit tätig gelten. Diese Bilder währen nicht nur als repressive und sexistische Zuschreibungen zu entlarven, sondern es muss auch aufgezeigt werden, dass diese Bilder sich in der Mode niederschlagen. Denn Mode besteht eben nicht nur darin, dass sich soziale Kreise untereinander abgrenzen, sondern auch darin dass die Geschlechter voneinander unterschieden werden. Das Schlichte, Sachliche und Praktische zeigt sich ebenso in der männlichen Mode, wie die weibliche Mode eine Hervorhebung des Sinnlichen, Verspielten und Sexuellen darstellt.

Dennoch ist die Philosophie der Mode Georg Simmels nicht vollends zu verwerfen und dies nicht nur, weil eine Umkehrung und Vermischung der Geschlechter-Attribute innerhalb der Mode möglich ist. Überhaupt kann die „Frauenfrage“ erst aufgeworfen werden, so schreibt es Magnus Klaue in seinem Text „zur politischen Kritik der Mode“, „wenn Frauen nicht mehr als Haustiere, sondern als Individuen mit potentiell gleichen Rechten wahrgenommen werden und diese Rechte auch im ordinären Alltag, etwa in der Möglichkeit, sich zwischen verschiedenen Kleidungsstilen zu entscheiden, erfahren können (…).“ Im Zwang des festen Familienbundes, der eine feste Kleidungsordnung vorschreibt, kann es eben keine Mode geben, weil der Faktor der Individualität fehlt.

Wenn Mode sich nach Simmel dadurch auszeichnet, „dass die einzelne Erscheinung nie aus dem Allgemeinen herausfällt, aber sich immer aus ihm heraushebt“, dann liegt ihr Versprechen in einer Versöhnung zwischen Allgemeinem und Besonderem, einer Versöhnung zwischen Individuum und Gesellschaft. Eine solche Versöhnung, die nicht einfach eine Abschaffung, sondern eine Aufhebung der Mode wäre, muss jedoch vor dem Hintergrund dass die revolutionären Bewegungen oftmals die höhere Sache über das Individuum stellten, was sich nicht selten in einer militärischen Uniformität äußerte, eine unbedingte Verteidigung der Individualität zur Grundlage haben. Eine solche Aufhebung wäre mit Marx gesprochen eine „Assoziation der freien Individuen“, mit Adorno gesagt „die Einheit der Vielen ohne Zwang“.

Worin liegt also das Versprechen der Mode, das es einzulösen gilt? Es liegt in dem Versprechen nach Einzigartigkeit und Individualität, in einem Rahmen der den einzelnen Menschen nicht auf sich allein gestellt lässt. Es liegt darin, nicht auf Körperlichkeit, Natürlichkeit reduziert zu sein, in der Möglichkeit die Persönlichkeit nicht ausliefern zu müssen und selbst bestimmen zu können wie diese Persönlichkeit den anderen entgegentritt. Ein Versprechen, welches die Mode in den vorgefunden Verhältnissen stets wieder zurücknehmen muss, nie erfüllen kann.