Archiv für September 2010

Lyrik ist nicht das Schlechteste

Texte, die nicht voraussetzungslos verstehbar sind, sind Lyrik.

Das war nach einer zweistündigen Diskussion die Aussage eines Anhängers des GSP-Verlages, auf die ich nichts mehr erwiderte. Schon das Ressentiment gegenüber der Lyrik – also jenem Umgang mit Begriffen, in dem diese am wenigsten fest sind – lässt erahnen wie erstarrt das Begriffsgebäude dieser Adepten ist. Wenn es keinen Gegenstand der Erkenntnis außerhalb der Geschichte gibt, kann es keinen Text geben der voraussetzungslos verstehbar wäre. Die Binsenweisheit, dass man es lernen muss zwischen den Zeilen zu lesen, enthält eine Wahrheit darüber, dass Begriffe ihre Bedeutung erst in Bezug zu den sich in einem Prozess befindlichen Dingen und in einer je spezifischen Konstellation zueinander bekommen. Als Buchstabenmarxist hat man seine Grammatik zu lernen, alles andere ist Lyrik.

Martin Büsser ist tot

Soeben die traurige Nachricht erhalten.

Nachruf des Ventilverlags | Nachruf von Linus Volkmann

Was würde besser passen als ein Antifolk-Song (via nation of swine) … roll, bus, roll:

Wanderer above the sea of fog

Actually listening to ‚wolves in the throne room‘:

Geschichten der Freundschaft

Auf Arte plus 7 gibt es gerade eine sehr sehenswerte Dokumentation über Walter Benjamin:

Was ist ein Sarrazin?

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Christopher Zwi über „Das Geschlecht des Situationismus“

Das feministische Magazin Outside the box lädt am Donnerstag den 9. September um 19:00 Uhr ins Conne Island zu einer Veranstaltung mit dem Titel „Das Geschlecht des Situationismus. Transcending gender by abolishing the spectacle?“ – Ein Gespräch mit einem der drei Referent_innen über die Situationistische Internationale, deren Schweigen über das Geschlechterverhältnis und über die Möglichkeit einer feministischen Aktualisierung der Spektakelkritik:

[via]

„Wo ist das Gewehr, her damit…“

Monotekktoni, 03.09.2010, Offene Arbeit Erfurt