Comments on: Deutschland und Ich http://aergernis.blogsport.de/2010/07/06/deutschland-und-ich/ f ich l kann u fliegen x bin u vogel s Wed, 13 Nov 2019 15:16:54 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Ernst http://aergernis.blogsport.de/2010/07/06/deutschland-und-ich/#comment-1734 Thu, 08 Jul 2010 21:11:22 +0000 http://aergernis.blogsport.de/2010/07/06/deutschland-und-ich/#comment-1734 Ich fühle mich - dieser Tage über alle Maße - von Deutschland vervolkt. Ich fühle mich – dieser Tage über alle Maße – von Deutschland vervolkt.

]]>
by: Deutschland – Fußball – Männer – Kotzen « ärgernis http://aergernis.blogsport.de/2010/07/06/deutschland-und-ich/#comment-1731 Thu, 08 Jul 2010 17:49:26 +0000 http://aergernis.blogsport.de/2010/07/06/deutschland-und-ich/#comment-1731 [...] ■ In meinem Hassgesang auf das WM-Spektakel habe ich einen Aspekt nicht in die Betrachtung einbezogen, der in dieses Phänomen doch ganz spezifisch mit hereinspielt: Das Geschlechterverhältnis. Meine Formulierungen zur Einleitung meines Vortrages „Das Bürgerliche Subjekt und sein Anderes“ über den Männertag (ebenso Kalles Überlegungen auf dem wdn-blog), dürften auf die Fußballereignisse übertragbar sein, wenn es sich hier auch nochmal etwas anders äußert: Ich würde gern mit einer Überlegung zum Männertag einsteigen, den wir vor wenigen Tagen wieder erlebt haben und ich würde mich gern fragen – was passiert eigentlich am Männertag? Ich denke, dass man grundsätzlich sagen kann, dass es dabei irgendwie darum geht, dass sich an einem solchen Tag Männer darin gegenseitig bestätigen, Mann zu sein. Man schließt an so einem Tag bewusst das andere Geschlecht aus und widmet sich zusammen mit anderen Männern explizit männlichen Tätigkeiten. Ich meine, dass der Männertag für ganz viele Männer tatsächlich sehr wichtig ist – gerade weil wir zur Zeit eine Entwicklung erleben, in der das Geschlechterverhältnis überhaupt nicht mehr starr zu bleiben scheint. Es gibt in einem gewissen Sinne ein Verschwimmen der Geschlechtergrenzen – die Homo-Ehe ist anerkannt, viele vormals geschlechtsspezifische Tätigkeiten können inzwischen von beiden Geschlechtern getätigt werden, ohne dass das zu irgend einem Skandal führen würde. Ich denke, dass gerade diese Entwicklung (auf die ich später noch einmal eingehen werde) für viele Männer eine enorme Verunsicherung bedeutet und dass nun solche Anlässe wie der Männertag für viele Männer die Funktion haben, sich in dieser Zeit der Verunsicherung doch ihres Männlichseins zu vergewissern. Sieht man sich solche Sachen wie den Männertag genauer an, dann kann man feststellen, dass da sehr einfache Dinge passieren: Männer rotten sich zu Horden zusammen, gehen Wandern, grölen dabei rum und besaufen sich. Ich würde sagen, dass dieses Rauschhafte, das in den kollektiven Alkoholexszessen liegt, etwas ganz wichtiges für die männlichen Subjekte ist – nämlich aus einem ganz bestimmten Grund; weil dieser Rausch es den männlichen Subjekten erlaubt, sich auf eine körperliche Nähe zu den anderen männlichen Subjekten einzulassen. Es lässt sich immer wieder beobachten – nicht nur beim Männertag, sondern auch bei Fußballspielen, beim Junggesellenabschied, bei Kneipentouren oder bei Rockkonzerten –, dass bei solchen Anlässen ein Rahmen dafür geschaffen wird, dass sich Männer gegenseitig berühren können. Es handelt sich zum Teil um innige, kameradschaftliche Umarmungen oder dass man sich gegenseitig im Arm liegt – auf jeden Fall scheint es bei solchen Anlässen wichtig zu sein, sich gegenseitig zu spüren. Leider ist es so, dass das männliche Subjekt in solchen Momenten eine gewisse Ahnung davon hat, dass es hier um eine verdrängte homosexuelle Neigung geht und das ist eine Ahnung, die das männliche Subjekt nicht zulassen darf. Deshalb gibt es verschiedene Riten, die es verhindern, dass sich die männlichen Subjekte ihrer Homosexualität bewusst werden und diese Riten enden immer wieder in einem Ausbruch von Gewalt. Die Körperlichkeit darf also nur dann zugelassen werden, wenn es sich um eine harte Körperlichkeit handelt. Die Umarmung endet oftmals in einer Kopfnuss, Körperlichkeit auf dem Rockkonzert besteht oftmals im Pogo, der bald vielmehr einer massenhaften Prügelei gleicht. Im letzten Jahr gab es zum Männertag Schlagzeilen, als sich in mehreren Städten aus den Männertagsumzügen Straßenschlachten entwickelt hatten. Letztendlich entlädt sich die nichteingestandene Homosexualität in Übergriffen gegenüber Frauen. Die Gewalt, die sich Männer täglich antun müssen, weil sie nicht passiv, sinnlich und zärtlich sein dürfen und die ganz offenbar wird, wenn tatsächlich eine Nähe zwischen Männern entsteht, wird am Ende den Anderen angetan. [...] […] ■ In meinem Hassgesang auf das WM-Spektakel habe ich einen Aspekt nicht in die Betrachtung einbezogen, der in dieses Phänomen doch ganz spezifisch mit hereinspielt: Das Geschlechterverhältnis. Meine Formulierungen zur Einleitung meines Vortrages „Das Bürgerliche Subjekt und sein Anderes“ über den Männertag (ebenso Kalles Überlegungen auf dem wdn-blog), dürften auf die Fußballereignisse übertragbar sein, wenn es sich hier auch nochmal etwas anders äußert: Ich würde gern mit einer Überlegung zum Männertag einsteigen, den wir vor wenigen Tagen wieder erlebt haben und ich würde mich gern fragen – was passiert eigentlich am Männertag? Ich denke, dass man grundsätzlich sagen kann, dass es dabei irgendwie darum geht, dass sich an einem solchen Tag Männer darin gegenseitig bestätigen, Mann zu sein. Man schließt an so einem Tag bewusst das andere Geschlecht aus und widmet sich zusammen mit anderen Männern explizit männlichen Tätigkeiten. Ich meine, dass der Männertag für ganz viele Männer tatsächlich sehr wichtig ist – gerade weil wir zur Zeit eine Entwicklung erleben, in der das Geschlechterverhältnis überhaupt nicht mehr starr zu bleiben scheint. Es gibt in einem gewissen Sinne ein Verschwimmen der Geschlechtergrenzen – die Homo-Ehe ist anerkannt, viele vormals geschlechtsspezifische Tätigkeiten können inzwischen von beiden Geschlechtern getätigt werden, ohne dass das zu irgend einem Skandal führen würde. Ich denke, dass gerade diese Entwicklung (auf die ich später noch einmal eingehen werde) für viele Männer eine enorme Verunsicherung bedeutet und dass nun solche Anlässe wie der Männertag für viele Männer die Funktion haben, sich in dieser Zeit der Verunsicherung doch ihres Männlichseins zu vergewissern. Sieht man sich solche Sachen wie den Männertag genauer an, dann kann man feststellen, dass da sehr einfache Dinge passieren: Männer rotten sich zu Horden zusammen, gehen Wandern, grölen dabei rum und besaufen sich. Ich würde sagen, dass dieses Rauschhafte, das in den kollektiven Alkoholexszessen liegt, etwas ganz wichtiges für die männlichen Subjekte ist – nämlich aus einem ganz bestimmten Grund; weil dieser Rausch es den männlichen Subjekten erlaubt, sich auf eine körperliche Nähe zu den anderen männlichen Subjekten einzulassen. Es lässt sich immer wieder beobachten – nicht nur beim Männertag, sondern auch bei Fußballspielen, beim Junggesellenabschied, bei Kneipentouren oder bei Rockkonzerten –, dass bei solchen Anlässen ein Rahmen dafür geschaffen wird, dass sich Männer gegenseitig berühren können. Es handelt sich zum Teil um innige, kameradschaftliche Umarmungen oder dass man sich gegenseitig im Arm liegt – auf jeden Fall scheint es bei solchen Anlässen wichtig zu sein, sich gegenseitig zu spüren. Leider ist es so, dass das männliche Subjekt in solchen Momenten eine gewisse Ahnung davon hat, dass es hier um eine verdrängte homosexuelle Neigung geht und das ist eine Ahnung, die das männliche Subjekt nicht zulassen darf. Deshalb gibt es verschiedene Riten, die es verhindern, dass sich die männlichen Subjekte ihrer Homosexualität bewusst werden und diese Riten enden immer wieder in einem Ausbruch von Gewalt. Die Körperlichkeit darf also nur dann zugelassen werden, wenn es sich um eine harte Körperlichkeit handelt. Die Umarmung endet oftmals in einer Kopfnuss, Körperlichkeit auf dem Rockkonzert besteht oftmals im Pogo, der bald vielmehr einer massenhaften Prügelei gleicht. Im letzten Jahr gab es zum Männertag Schlagzeilen, als sich in mehreren Städten aus den Männertagsumzügen Straßenschlachten entwickelt hatten. Letztendlich entlädt sich die nichteingestandene Homosexualität in Übergriffen gegenüber Frauen. Die Gewalt, die sich Männer täglich antun müssen, weil sie nicht passiv, sinnlich und zärtlich sein dürfen und die ganz offenbar wird, wenn tatsächlich eine Nähe zwischen Männern entsteht, wird am Ende den Anderen angetan. […]

]]>
by: Schwarz-Rot-Bunt « Im Kopf Lokalisation http://aergernis.blogsport.de/2010/07/06/deutschland-und-ich/#comment-1727 Wed, 07 Jul 2010 09:41:07 +0000 http://aergernis.blogsport.de/2010/07/06/deutschland-und-ich/#comment-1727 [...] Es gibt ein Bedürfnis, dieser Gemeinsamkeit mit den auf einem staatlichen Territorium lebenden Menschen, freudig Ausdruck zu verleihen. [...]; die Verteidigung dieser kulturindustriellen Stumpfsinnigkeit entpuppt sich als ein Bedürfnis, sich selbst als Einzelnen einem übergeordneten – in diesem Fall dem nationalen – Kollektiv unterzuordnen. Es bedarf hier keiner Manipluation, etwa einer nationalen Bourgeoisie, die dem Volk Spiele liefern wöllte, damit das Volk von seinen eigenen Interessen abgelenkt wird, sondern es ist das Bedürfnis der Vereinzelten selbst, die es kaum noch denken können, dass das Allgemeinwohl nichts mit dem Wohl der Individuen zu tun hat. In Verhältnissen, die immer mehr dazu tendieren Individualität oder Besonderheit zu liquidieren und die die Einzelnen in der Konkurrenz stetig mit sozialem Abstieg und Entwertung bedrohen, bemerken die Einzelnen ihre eigene Bedeutungslosigkeit. Aber anstatt gegen diese Verhältnisse aufzubegehren und eigene, individuelle Wünsche und Bedürfnisse gegen die Allgemeinheit geltend zu machen, wirft man sich einer übergeordneten, abstrakten Einheit an den Hals – vielleicht um selbst an etwas teil haben zu können, das im Gegensatz zur eigenen Person offensichtlich Bedeutung hat. So gefolgert, hängen sich die Bewohner des deutschen Territoriums die Nationalfahne an`s Auto, an`s Haus und an den Körper, um das Gefühl der eigenen Nichtigkeit zu kompensieren. [...] (quelle) [...] […] Es gibt ein Bedürfnis, dieser Gemeinsamkeit mit den auf einem staatlichen Territorium lebenden Menschen, freudig Ausdruck zu verleihen. […]; die Verteidigung dieser kulturindustriellen Stumpfsinnigkeit entpuppt sich als ein Bedürfnis, sich selbst als Einzelnen einem übergeordneten – in diesem Fall dem nationalen – Kollektiv unterzuordnen. Es bedarf hier keiner Manipluation, etwa einer nationalen Bourgeoisie, die dem Volk Spiele liefern wöllte, damit das Volk von seinen eigenen Interessen abgelenkt wird, sondern es ist das Bedürfnis der Vereinzelten selbst, die es kaum noch denken können, dass das Allgemeinwohl nichts mit dem Wohl der Individuen zu tun hat. In Verhältnissen, die immer mehr dazu tendieren Individualität oder Besonderheit zu liquidieren und die die Einzelnen in der Konkurrenz stetig mit sozialem Abstieg und Entwertung bedrohen, bemerken die Einzelnen ihre eigene Bedeutungslosigkeit. Aber anstatt gegen diese Verhältnisse aufzubegehren und eigene, individuelle Wünsche und Bedürfnisse gegen die Allgemeinheit geltend zu machen, wirft man sich einer übergeordneten, abstrakten Einheit an den Hals – vielleicht um selbst an etwas teil haben zu können, das im Gegensatz zur eigenen Person offensichtlich Bedeutung hat. So gefolgert, hängen sich die Bewohner des deutschen Territoriums die Nationalfahne an`s Auto, an`s Haus und an den Körper, um das Gefühl der eigenen Nichtigkeit zu kompensieren. […] (quelle) […]

]]>