Mai, o Mai

Der Infoladen Sabotnik schreibt wissenswertes über den 1. Mai und gibt strategische Tips in negativer Form für den 1. Mai in Erfurt. Die Gruppe AG17 hofft, dass es am 1. Mai in Erfurt knallt und schrammt vor lauter Knallern in ihrem Aufruf knapp am Begriff der abstrakten Arbeit vorbei. Aftershow hat (bis jetzt) erfolglos versucht eine Debatte über Sinn und Unsinn der Aktivitäten am 1. Mai in Erfurt anzuzetteln. Ich kam aus dem Lachen nicht mehr raus, als ich meinen Bericht über den 1. Mai vor zwei Jahren einem Freund für’s Radio vorgelesen habe. Die wirklich sehr unheimliche Gruppe Public Movement erklärt den 1. Mai in Berlin (- wir haben alle darauf gewartet -) zur Performance:

Edit: Es gab eine erfreuliche Reaktion (bis auf die Berufung auf den gesunden Menschenverstand) von Rosa Perutz:

Sehr geehrte Künstler x,

hiermit untersagen wir Ihnen aus Gründen des gesunden politischen Menschenverstandes/grundlos/unter religiös-moralischem Vorbehalt Ihre für den 1. Mai 2010 geplante Micky-Mausierung des öffentlichen Protestes/der universellen Emanzipation … usw..

Wir weisen Sie darauf hin, dass sie sich des Verrats an der Kunst schuldig machen, sofern Sie Ihre Anliegen unter den Primat der performativen Beliebigkeit und des performance-lifestyles stellen (denn alles ist ja irgendwie performativ in den letzten Jahren, von der Politik zur Spielzeugeisenbahn) und somit eine Art politischen Tourismus betreiben, der zur allgemeinen Verblödung beiträgt … usw..

Sie haben bis zum 30. April 2010 die Möglichkeit Beschwerde gegen diese Auflage/dieses Verbot/ästhetische Urteil einzulegen unter: mail@rosaperutz.com

Gez. Allgemeine Deutsche Zensurbehörde (die sich natürlich auch schon selbst verboten hat), aufgegangen in der

Zensurbehörde von Rosa Perutz
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