Ich hab geträumt #18

Ich träumte, ich würde im Zimmer meiner Mutter eine sonderbare Bass-Klarinette finden. Wenn man sie in der Hand hielt reichte sie bis zum Boden, sie hatte zahlreiche Löcher und Knöpfe und das Mundstück sah aus wie der Ausgieß-Schnabel einer Schnapsflasche. Ich setzte an und sofort kamen wunder- und sonderbare Töne heraus – für mich spielte sich das Instrument wie von selbst, ich schien es tadellos zu beherrschen. Sofort gab ich an Ort und Stelle mit zwei Freunden, die ebenfalls im Besitz recht ausgefallener Instrumente waren, ein Konzert. Es klang ungefähr so:

Als der Auftritt beendet war ging ich zu meiner Mutter, fragte sie ob sie mir das Instrument überlassen würde und versprach im gleichen Zug Klarinetten-Unterricht zu nehmen. Meine Mutter war der Idee recht zugeneigt, meinte aber, dass das Instrument einer gründlichen Reinigung bedürfe. Und tatsächlich – ich blies probehalber noch einmal hinein – ließ sich das Instrument auf einmal ganz schwer spielen, als wäre es verstopft. Ich drehte die Klarinette um und entdeckte, dass ein Haar aus dem Trichter wuchs…