Archiv für Dezember 2009

Vom Schmerz des Übergangs

Warum man an den Unis Luhmann lernen muss:

Weimar im Dezember

Am Sonntag dem 6. Dezember wurden in der Stadtwache am Platz der Demokratie in Weimar Scheiben eingeschlagen und Silvesterknaller hinein-geworfen. In den frühen Morgenstunden des 7. Dezembers wurden dann in der Cranachstraße Brandanschläge auf 6 Autos verübt, wodurch mehrere Autos ausbrannten. In den Ermittlungen die eine Sonderkomission der Polizei mit Unterstützung auswärtiger Kräfte daraufhin aufnahm werden Methoden angewandt, die den rechtsstaatlichen Maßgaben nicht entsprechen und die klar zu verurteilen sind. Die Art und Weise der Ermittlungen erweckt den Eindruck, dass die Polizei nicht ausschließlich aufgrund von Tatverdacht ermittelt, sondern die Gunst der Stunde nutzt, um die linke und alternative Szene in Weimar zu durchleuchten und einzuschüchtern. (…)

Weiter lesen bei Weimar im Dezember (beachtet auch den Pressespiegel).

Achse Weimar-Hamburg-Berlin-Athen

Solche und ähnliche Bilder haben am vergangenen Wochenende die Kulturstadt Weimar erschüttert. „Rotlackierte Faschisten“ (Kurt Schumacher (SPD), Ehrhart Körting (SPD), siehe FOCUS) verwandelten den Weimarer Frieden in Athener Zustände. Schon nach der Räumung des besetzten Hauses Erfurt hatten in Weimar mehrere Containerbrände für Zustände gesorgt, die so schlimm seit dem Ende des zweite Weltkriegs nicht mehr gewesen waren (siehe TA). Auf dem Blog der Thüringer Allgemeine vermutet ein Leser, dass es sich um Aktionen der Antifa im Rahmen des Bildungsstreiks gehandelt haben könnte. Der Zusammenhang liegt nahe: Am vergangenen Freitag haben Weimarer StudentInnen auf dem Theaterplatz die „Bildungsrepublik“ ausgerufen. Schon als es am selben Ort zum Ausruf der „Weimarer Republik“ gekommen war, folgte dem eine Epoche der politisch motivierten Gewalt.

Infos zu den erschütternden Ereignissen:

WE – Brandanschlag und Hausdurchsuchungen (Indymedia) | Repressalien dauern an (Indymedia) | Anschlag und brennende Autos (Kurzmeldung TA) | Anschlag und brennende Autos (Text und Video, TA) | Verdächtige wieder frei (TLZ) | Berliner Senator: Linke Gewalt ähnelt Faschismus (Focus Online) | Fotostrecke (TLZ)

and most important:

Einschätzung und Tips der Roten Hilfe Jena

Edit: Interessanterweise hat die Thüringer Allgemeine in der Online-Version des Artikels den Vergleich auf den zweiten Weltkrieg entfernt. Die ursprüngliche Version mit dem Satz „Das hat es in der Stadtgeschichte nur am Ende des Zweiten Weltkrieges gegeben. “ befindet sich in diesem Indymedia-Artikel.