Sinnscheiße zu Sinnscheiße

Hegel, Sie Halunke!

Der ganze Planet besteht aus Sinnscheiße. Warum muss man dann so tief in die Sinnscheiße-Bergwerke hinabsteigen, um unter entsetzlichen Qualen und unzähligen Opfern ein Material heraufzubefördern, das an der Oberfläche des Planeten in rauen Mengen herumliegt, wo man sich nur bücken müsste um es aufzuheben? Aber nur dadurch, dass wir die Sinnscheiße unter solchen entsetzlichen Qualen zu Tage fördern, erhält sie das wichtigste: Nämlich Wert!

In dem Hörspiel „Aufstand in den Sinnbergwerken“ von Matthias Schamp wird auf amysante Art und Weise die Sinnlosigkeit der kapitalistischen Arbeit geschildert. Und doch ist auch sichtbar Aussicht in Sicht: Den Hauptfiguren wird die Sinnlosigkeit der ganzen Schufterei bewusst und sie fangen an, sich anderen Dingen zu widmen. Damit bekommt die Geschichte aber leider einen idealistischen Charakter: Dadurch, dass sie sich der ganzen Scheiße bewusst werden und mit Hilfe der Metaphysik, gelingt es ihnen die Sinnscheiß-Gesellschaft aufzulösen. Wenn der Feind nicht eine Rückenkratzbürste in die Hände bekommen hätte…

Dennoch ist „Aufstand in den Sinnbergwerken“ ein äußerst köstliches Hörstück. Es ist verstörend, was unter anderem durch die verkleckerten Geräuschkulissen und den krokant-musikalischen Rahmen erzeugt wird. Unter anderem ist eine EA80-Coverversion von der Musikgruppe Bierbeben zu hören, die Teil der „Künstlergruppe Im Namen des Volkes“1 ist und im neuen Jahr ein neues Album herausbringt.

Schräckes Hörspiel:

via

  1. siehe [zurück]

2 Antworten auf “Sinnscheiße zu Sinnscheiße”


  1. 1 schildkröte 23. Dezember 2008 um 14:31 Uhr

    ah! die so genannte „amysante Art“

  2. 2 Administrator 23. Dezember 2008 um 15:06 Uhr

    Die feyne Art!

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