Archiv für März 2008

Listen to this:

Glen or Glenda – Maigre Muraille

Marvin – Vocomurder

Diese Musik gefällt mir so sehr, dass ich übelst schreien möchte! Die kompletten Alben kann mensch sich auf der Seite des Labels „Les Potagers Natures“ runterladen.

Viel zu viel…

[…find ich auch!] Aus dem kleinen Schnipsel-Zine „Geschriebenes gegen die Normalität“ aus Hamburg. Zugeschickt bekommen in einer netten Post (Danke, Purzel!).

Erinnerungen an wilde Party mit harmloser Musik, nackte Hedonisten-Menschen mit Bier beschmiert, Kater. Nicht so harmlose Musik:

I Love:

Inerventionen

Die Broschüre „Interventionen“ ist jetzt online und in Papier-Format erhältlich. Es handelt sich um eine kostenlose Broschüre aus Leipzig zu Ideologiekritik, insbesondere zum Antisemitismus und zum Rassismus. Üblichen Verdächtigen: Adorno, Postone.

Ne travaillez jamais

Ein auf Guy Debord zurückgreifendeGraffiti auf einer Mauer in der rue de Seine von 1952 (Paris) : « Ne travaillez jamais» Bild-Quelle: Ostblog
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Schon die Situationist_innen beschmierten Wände. Dass Street-Art (oder auch Anti-Street-Art oder, äh, Street-Anti-Art) und Kapitalismus aber nicht notwendigerweise gegeneinander stehen ist Thema eines Vortrages, der in Just’s neuer Theory-Ecke zu finden ist. Anhand einer Kritik der prosituationistischen bzw. „postsituationistischen“ Gruppe Splasher redet Christian Psaar über Kunstproduktion im Kapitalismus, über Kunstzerstörung, Plagiarismus und radikale Gesellschaftskritik.

Einen Bericht über die Gruppe Splasher, Fotos von ihren Bildzerstörungen und ihr komplettes Manifest gibt es auf dem Rebel-Art-Blog: hier. Einen ausführlichen Artikel über Splasher und „Street Art zwischen Rekuperation und subversivem Potential“ von Christian Psaar gibt es hier.

Wer sich unabhängig vom aktuellen Szene-Hype mit der Situationistischen Internationalen auseinandersetzen möchte, dem sei Rober Ohrts „Phantom Avantgarde – Eine Geschichte der Situationostischen Internationale und der modernen Kunst“ ans Herz gelegt. Dieses Buch, welches bei Edition Nautilus erschienen ist bietet nicht nur einen guten Überblick über die Geschichte von den Lettristen bis zum Selbstmord von Guy Debord, sondern es liefert auch eine kritische Auseinandersetzung mit der S.I..

Das Buch von Zwi Negator und Biene Baumeister kennt warscheinlich eh schon jede_r…

Nochwas ins Haus geflattert

Gestern habe ich die 20. Ausgabe der Literaturzeitschrift „Bella Triste“ zugeschickt bekommen. Bella Triste erscheint seit sieben Jahren und bietet junger Literatur eine Plattform. Bella Triste ist vielleicht nicht revolutionär, es lässt sich aber immer wieder Aufreibendes und Verstörendes in dieser Zeitschrift finden (vor allem im Prosa-Bereich) und auch die Auseinandersetzung mit Sprache und Literatur, die in dieser Zeitschrift stattfindet ist nicht uninteressant. Außerdem gibt es immer wieder interessante Zeichnungen, Fotografie und andere gestalterische Schmackhaftigkeiten. Es lohnt sich also mal einen Blick reinzuwerfen…
In der aktuellen Ausgabe gibt es neben Lyrik und Prosa auch eine theoretische Auseinandersetzung mit Lyrik in Form von Email-Gesprächen und einige ziemlich coole Fotografien…

Kürzlich ins Haus geflattert

testcard #17: Sex

Sex jenseits des Patriarchats – geht das? testcard stellt die alte Frage nach einem besseren Sex für eine bessere Gesellschaft neu.

Editorial

Die Linke und der Sex … Pornographie gar? Jahrelang wurde über das Thema geschwiegen. Über »linken Sex« in den 1990ern lässt sich überhaupt nichts sagen, er scheint nicht existent gewesen zu sein, erklärt Massimo Perinelli im testcard-Artikel Im Bett mit Marcuse. Wurden Sexualität und gesellschaftliche Befreiung Anfang der 1970er noch in einem untrennbaren Zusammenhang miteinander gedacht, ist linker Umgang mit Sex schon ein Jahrzehnt später immer stärker von Sexismus-Debatten überlagert worden. »Wenn ich an die Zeck denke, die Zeitschrift der Roten Flora in Hamburg«, so Dagmar Brunow, »kann ich mich an keinen Artikel erinnern, in dem lustvoll über Sexualität geschrieben wurde. Körper und Sex erscheinen seit den 1980ern in linksradikalen Kreisen als vermintes Gelände.« Massimo Perinelli ergänzt: »Öffentlich wurde nur über Sexismus geredet. Paradoxerweise wurde dies mit dem Slogan getan, das Private sei politisch. Aber nur die Gewalt in der Sexualität war politisch, alles Schöne (…) war absolut off topic, also strikt privat.«[…]“

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