Michael Ende, du hast mein Leben zerstört

Sehr interessanten Blog gefunden, von einer Gruppe, über die es nicht mehr Infos gibt, als dass es eine neue Gruppe aus Berlin ist: paeris. Mein Interesse hat der Ankündigungstext zur Veranstaltung „Desire less. Welcome to the Pleasuredome“ geweckt, ein Tagesseminar über Bedürfniskritik und das Unechte, Künstliche und Oberflächliche am 23. Februar 2008 in Berlin:

Hatte Michael Ende Recht, wenn er meinte, dass Sprechpuppen die Phantasie zerstören, oder hat doch eher Michael Ende unser Leben zerstört? Hat das Halbbildungsbürgertum recht, wenn es sagt, Fernsehen mache dumm? Haben Grüne recht, wenn sie meinen, ein Wollpullover sei besser als die aktuelle Roberto-Cavalli-Kollektion von H&M? Und haben die Linken recht, wenn sie sagen, ein Döner sei besser als ein BigMac? Wir wollen jetzt natürlich nicht Stiftung Warentest ersetzen und in die Produktanalyse einsteigen, sondern unter Mithilfe von Bourdieu und Adorno genauer hinsehen, was eigentlich an Produkten, ihrem Konsum und besonders dem Verhältnis der Konsumierenden zu ihren Wünschen so schlecht sein soll oder ist. Uns scheinen dabei immer wieder Begriffe wie „Echtheit“, „Natürlichkeit“ und „Tiefe“ die Ideale zu sein, an denen Produkte und Konsumverhalten gemessen werden. Wir werden also diese Begriffe durchleuchten, viel Schlechtes, aber auch ein bisschen Richtiges in diesen Idealen finden, und darüber hinaus feststellen, dass diese Ideale weder reine Wahrheit noch einfach nur individuelle Meinung sind, sondern selbst durchaus wesentlich mit der Gesellschaft zu tun haben, in der wir leben müssen.

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1 Antwort auf “Michael Ende, du hast mein Leben zerstört”


  1. 1 Oliver von [pærɪs] 26. Februar 2008 um 0:12 Uhr

    Hi. Toll, dass Du das gut findest. … Und erfreulich, dass uns mal jemand findet :..-( Verlink doch mal im Blogroll ;-)

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