Save your Unterbewusstsein #10

Nachdem ich also vom linken Moralisten zum beichtenden Ablasssuchenden geworden bin, habe ich mich ein paar Monate der Selbstgeißelung gewidmet, um nun mit gereinigter Seele weiter gen Jenseits zu streben. Das hat mir auch ohne mein Zutun viele Kommentare auf meinen letzten Artikel eingebracht, welche am Himmelstor auf der Waage dazu beitragen werden, dass ich in den Blogsport-Himmel aufsteigen darf.
Während ich ein bisschen an meinem Blog rumfrickele, hier ein Traum, der in der letzten Nacht meine Seele geplagt hat:

Ich habe geträumt, ich wäre in einem kleinen Dorf, wo ich zusammen mit ein paar Leuten ein Haus besetzt habe. Mit der Zeit füllte sich das Haus enorm und es wurden immer mehr Leute, die mit in dem Haus wohnen wollten, sodass es bald ein reges Chaos und Gewimmel gab und ich den Fortbestand der Besetzung in Gefahr saß. Also rannte ich fast panikartig zwischen den unzähligen Menschen umher und rief: „Wir müssen ein Komitee zur Aufrechterhaltung der Besetzung bilden!“ (Literaturtip: René Viénet„Wütende und Situationisten in der Bewegung der Besetzungen“) Keiner der Anwesenden schien mich zu hören, dafür aber entdeckte ich A., der in unserem lokalen AJZ Hausverbot hat und bekam eine mordsmäßige Wut über seine unverschämte Anwesenheit. Ich packte ihn bei den Haaren und wollte ihn so aus der Tür schleifen, was er sich jedoch nicht gefallen ließ, sodass wir uns prügelten. Da um uns herum dutzende andere Menschen standen, die von der Prügelei anscheinend keine Notiz nahmen, gelang es ihm schließlich mir zu entwischen und ich konnte ihn zwischen den Leuten nicht mehr entdecken. Verwirrt lief ich durch das Haus, schlängelte mich durch die Menschenmasse, die immer noch keine Notiz von mir zu nehmen schien und gelangte schließlich in einem Raum, in dem nebeneinandergereiht und übereinandergestapelt unzählige Kühlschränke standen. Anscheinend schien jeder der Hausbesetzer_innen einen eigenen Kühlschrank zu besitzen und diese Kühlschränke schienen in diesem Raum versammelt zu sein. Etliche der Besetzer_innen werkelten an ihrem Kühlschrank herum, oder standen einfach nur da und unterhielten sich mit anderen Besetzer_innen. Auf einmal bemerkte ich, dass in einem Kühlschrank, der in der zweiten Reihe stand und dessen Tür geöffnet war, auf einer Schachtel A. saß und etwas schrieb. Er saß einfach so in dem Kühlschrank, seine Körper passte genau in den kleinen Raum und schrieb etwas, als wäre es das normalste auf der Weöt in einem Kühlschrank zu sitzen.
Den Rest hab ich vergessen…



1 Antwort auf “Save your Unterbewusstsein #10”


  1. 1 mk 02. Januar 2008 um 21:16 Uhr

    Eine verarbeitung aller ereignisse der letzten zeit, aber wirklich nach lehrbuch!!!

    Schön das du wieder da bist ärgernis!

    Schöne ruige und geordnete Tage wünsch ich dir, wir sehn uns nachher.

    PS: vielen dank für dein Silvesterpräsent, eine bessere zusammenfassung unseres gemeinsamen Alltags gab es bisher noch nicht!

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