Archiv für Mai 2007

Save your Unterbewusstsein #8

Ich bin also nicht der einzige der von U-Bahn-Netzen träumt

Nicht so heute Nacht.

Ich habe geträumt, dass ich auf einer Art Klassenfahrt wäre. Ich kann mich aber daran erinnern, dass auch mein Cousin und einige meiner Freunde dabeigewesen sind. Auf jeden Fall wollte ich an einem Morgen duschen gehen. Der Duschraum war riesig groß und extrem heruntergekommen. Als ich mir eine der einigermaßen gut aussehenden Duschen sichern wollte, wurde ich gleich wieder davon gejagt. Irgendjemand erklärte mir dann, dass ich auch baden könnte und zeigte mir riesige verrostete Wannen, die schon mit Wasser gefüllt waren. Als ich dankend ablehnte, zeigte mir derjenige, an den ich mich nicht erinnern kann, wo sich noch ein paar gute Duschen befanden. Dazu musste ich aber über eine Art Dach klettern, welches sich innerhalb des riesigen Duschraumes befand. Also kletterte ich auf das (Flach)Dach um endlich zu meiner verdienten Dusche zu kommen. Als ich jedoch auf dem Dach saß und auf der anderen Seite wieder herunterspringen wollte, erschrak ich und stellte fest, dass das Dach viel zu hoch war um einfach davon herunter zu springen. Es war so hoch, dass ich zweifelsohne auf dem Fliesenboden zerschmettern würde. Und fast war ich schon heruntergerutscht, denn meine Hose war auf einmal nass und glatt. Ich hatte extreme Mühe mich auf dem Dach zu halten und verfiel in panische Angst. Einige Menschen unten im Duschraum bemerkten meine Panik und versuchten mir zu helfen und machten allerlei Vorschläge wie ich da wieder herunter kommen könnte. Das Dach war aber inzwischen wohl gewachsen und der Fliesenboden war immer weiter von mir entfernt und auch die Menschen da unten wurden immer kleiner. Trotzdem konnte ich mich mit ihnen normal unterhalten, ohne meine Stimme anstrengen zu müssen. Schließlich gab mir einer der Menschen da unten (es war schon fast eine Menschenmenge) den rettenden Tip und zeigte nach oben. Ein Stück über mir befand sich ein Geländer und auf der anderen Seite befand sich der Eingang zu einem Schwimmbad. Ich musste nur über das Geländer springen und schon war ich gerettet. Es war trotzdem gefährlich: Denn der Abstand zwischen dem Dach und dem Geländer war nicht sehr gering. Es war mir klar, dass ich bei dem Versuch über das Geländer zu gelangen, ebenso abstüren könnte. Ohne, dass ich mich darüber wunderte, befanden sich plötzlich neben mir auf dem Dach die genannten Freunde von mir und gemeinsam wagten wir den Sprung. Und wir schafften es. Wir waren gerettet. Auf der anderen Seite des Geländers. Doch als wir dort gelandet waren, war dort auf einmal kein Schwimmbad mehr, sondern eine vollbesetzte Zuschauertribüne von der Art wie sie an Rennstrecken zu finden sind. Ich hatte auf einmal eine Israelfahne in der Hand und wir rannten an den Zuschauern vorbei und riefen: „Was wir wollen ist nicht viel: Solidarität mit Israel!“ Das schien den Zuschauern offenbar nicht sehr zu gefallen und wir mussten noch schneller rennen, denn sie begannen uns zu verfolgen. Auf einmal war auch Knüppelpolizei da, die uns ebenfalls verfolgte. Panisch liefen wir davon, kamen schließlich auf eine Straße. An diese Straße grenzte eine große Wiese, über die wir nun liefen. Irgendwann gelangten wir an einen Abhang, der ebenfalls mit Gras bewachsen war. Wieder bekam ich panische Angst davor tief hinunter zu fallen. Doch wir schafften es den steilen Wiesenhang hinunterzurennen (fast zu stolpern und zu fallen) und konnten die wütenden Zuschauer somit abhängen. Um nicht zu stürzen, hatte ich aber meinen geliebten schwarzen Stoffbeutel (mit der Robbe drauf) und meine Rollfilmkamera herunterwerfen müssen. In dem wiesengrünen Tal angekommen machten wir uns also auf die Suche danach. Doch wir fanden sie nicht. Stadtdessen entdeckten wir die Ruinen eines Hauses und wir machten uns daran diese zu erforschen. Wir entdeckten einen Schlafplatz, der hergerichtet war wie ein keltisches Grab und ich rechnete damit die Gebeine einer verstorbenen Frau entdecken zu müssen. Doch dergleichen war nicht zu finden. Stattdessen entdeckte ich eine Figur, etwa so groß wie die aus den Überraschungseiern, jedoch aus Holz geschnitzt und kunstvoll bemalt: Es war ein Schwarzer der gebeugt lief und von der Peitsche eines Weißen geschlagen wurde (mondkuh hat mir gestern von so einem Bild erzählt, das in einer Bar hängen soll). Außerdem entdeckten wir ein verrücktes Gerät: Es war ein Fotoapperat, Stereoanlage, Radio und Fernseher gleichzeitig, sah aber total alt aus, also wie eine Produktion aus den 20er Jahren. Wir bauten das Gerät auseinander, konnten aber irgendwie nichts wertvolles daran entdecken und ließen es so liegen. Wir machten uns wieder auf den Weg. An den Rest kann ich mich nicht erinnern……

Märchenprinz

Oder: Gefundenes weiterschenken

Heute habe ich ein Geschenk bekommen. Ein Buch, dass die Person, die es mir geschenkt hat, am Nachmittag in der Fußgängerzone gefunden hat.

Märchenprinz

Es ist sehr nützlich gefundene Dinge weiterzuverschenken, denn es macht viele Leute weise. Ich bin z.B. weise geworden von diesem Buch. Eine der Weisheiten, die in diesem Wälzer enthalten sind, ist z.B.:

Weisheit

Ich habe auch etwas neues über Punks gelernt:

Punks

Ich habe beim Nachhauseweg auch etwas gefunden was ich weiterverschenken werde (ist aber leer):

Fund

Und jetzt soll mal noch einer behaupten, ich hätte das Bloggen nicht verstanden.. Liebe Grüße an S., der Abend war wunderschön. Danke für das Buch!!!
Zum Schluss noch ein Buchtip für alle die es wissen wollen:

Buchtip

Noch einen absolut allerliebsten Geburtstagsgruß an Lexi!!!

New Telepathics

Es wird Zeit mal eine Band vorzustellen, die sich seit einiger Zeit in meinem Bekanntenkreis bewegt. Sie heißt New Telepathics und der Haupt-Akteur heißt Darrin Darkness. Gemeinsam mit seiner Freundin, die Bass spielt, verstehen sie sich wohl eher als Gesamtkunstwerk, denn als Band. Neben selbstgemachten Musikinstrumenten, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keybord, Synthy und tonnenweise Effektgeräten, die die beiden bedienen, haben sie sich für ihre LP eine Reihe von befreundeten Musikern herangeholt, unter Anderem den Bassisten, der in der Kapelle meiner Wenigkeit den Puls angibt. Die Band ist auch Skulptur, denn das was die beiden auf der Bühne aufbauen kann nicht nur Equipment genannt werden. Die Kuh ist das Lieblingstier der beiden, ihre Texte sind verwunderlich (beispielsweise wenn Darryn aus der Sicht einer schwanzlosen, depressiven Katze die Menschen betrachtet).

Genug gefaselt, hier drei Videos (ja, sie sind auch Film-Künstler, bei keinem Kontzert fehlt die Projetktion):

New Telepathics – Hold your Fire

New Telepathics – Nine

New Telepathics – Our Frog

Zu Besuch im Kommunismus

Ich bin hörspielsüchtig. Schon lange. Gestern habe ich wieder ein nettes Hörspiel gehört: „Canide oder das Hoffen lernen“, nach einem Text von Voltaire. Auf seiner Reise kommt Candide, ein Philosophie-Schüler, der zwischen dem Optimismus seines Lehrers und dem nihilistischen Pessimismus seines Freundes umherirrt, auch zum Kommunismus.

Schade ist, dass der Kommunismus nicht als etwas dargestellt wird, was zu verwirklichen wäre, im Gegenteil: Er gelangt zu ihm durch „einseitige geistige Ernährung“, erfährt von ihm in einem Fieberschlaf. Die Wirklichkeit muss sich in dieser Geschichte zwar mit dem Kommunismus messen, doch er bleibt ein Traum. Obendrein verlässt Candide den Kommunismus aufgrund seines Glaubens an die Ehe. Dennoch ist die Beschreibung des Kommunismus ziemlich cool und das Hörspiel ist sehr amüsant. Doch hört selbst über Candides Besuch im Kommunismus:

Save your Unterbewusstsein #7

Gestern Nacht hatte ich also wieder mal einen seltsamen Traum…

Ich träumte, Schroeter und Berger wären keine Gestalter, sondern Architekten. Ihr letzter Entwurf war gerade fertig gestellt worden: Der Umbau der Metro, nein des ganzen U-Bahn-Netzwerkes. Diese Metro war ursprünglich im monumentalen Baustil der Sowjetunion gebaut worden. Schroeter und Berger haben diesem Stil einen Cyber-Pop-Stil hinzugefügt: Alles war mit neonfarbenem Plastik übermantelt (natürlich mit Hammer-Und-Sichel-Muster), überall blinkte es und untertage war sowieso allerhand los. Mensch kann also von einem cyber-modernen Poststalinistischen Baustil sprechen. Ich habe geträumt, dass ich mit einigen Freunden eine Fahrt gemacht habe. Der windschnittige Zug fuhr ganz von Alleine und war größtenteils aus Glas (hat mich leicht an die kopenhagener Metro erinnert), mensch konnte also vorn und aus den Seiten rausgucken. Rechts und links rollten ständig riesige verschiedenartige Kugeln vorbei, sowieso war alles eher wie eine riesige Neon-Murmelbahn und der Zug mittendrin.
Schließlich kamen wir an und S. und ich haben zusammen Schroeter und Berger besucht. Diese haben in einem riesigen Schloss gewohnt. Anscheinend hatten sie durch den letzten Auftrag eine Menge Geld verdient. Wir wurden in eine Eingangshalle geführt und mussten dort warten. In dieser riesigen Halle stand auch ein Flügel, an den wir uns gesetzt haben und allerlei verrückte Effekte ausprobiert haben, die den Klängen eines Flügels sehr fremd waren.

Dann muss ich irgendwann aufgewacht sein…

„Boredom“ bei „Reclaim your City“

Ich habe eben einen kleinen Sprung in die Luft gemacht, als ich ein Bild von mir bei ReclaimYourCity.net entdeckt habe:

boredom

Achtung.

Ich entschuldige mich für eventuelles chaos, bin grad am basteln.