Archiv für Januar 2007

Save your Unterbewusstsein #3

Habe letzte Nacht wieder krasses Zeug geträumt. Diesmal ist es ein Alptraum.

Ich befinde mich zusammen mit meiner Freundin (S.) in meinem Zimmer. Wir haben dort die letzten Tage verbracht und haben kein einziges mal den Raum verlassen. Irgend etwas wirklich schlimmes ist passiert, wir beide sind verzweifelt und haben Angst. Ich weiß nicht mehr genau was die Ursache für unser Leiden war, aber S. nimmt es schlimmer mit als mich, die Depression hat eine schwächende Wirkung auf ihren Körper. Die Rolläden sind heruntergelassen, es dringt nur sehr wenig Licht ein. Die meiste Zeit Dunkel. Überall auf dem Boden liegt Zeug, es ist sehr chaotisch. Wir halten uns die größte Zeit in der Nähe meines Bettes auf, meistens liegt S. auf dem Bett und ich sitze davor.
Irgendwann gelingt es uns zu schlafen. Obwohl ich nicht genau weiß, ob S. wirklich geschlafen hat. Auf jeden Fall wache ich auf, gucke zu S. und will sie etwas fragen, als ich bemerke, dass sie tot ist.

Panik…, Verzweiflung. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll, dass sie tot ist, will irgendwie handeln, aber mir fällt nichts ein was ich tun könnte. Wem kann ich es erzählen? Wen kann ich zur Hilfe holen? Was soll ich mit ihrem toten Körper machen? Soll ich die Polizei anrufen? Was für bürokratisches Zeug muss ich jetzt erledigen? Ich habe keine Ahnung. Also warte ich wie bisher; sitzend vor dem Bett.

Plötzlich sitze ich bei meinen Eltern in der Küche. Es fällt mir schwer, doch ich erzähle ihnen was passiert ist und bitte sie um Hilfe, obwohl mein Verhältnis zu ihnen in der letzten Zeit nicht besonders gut war. Meine Mutter sagt nichts, mein Vater fragt ob er die Polizei benachichtigen soll, ich zucke mit den Schultern, er nimmt das Telefon und wählt 110. Irgendwie bin ich beruhigt. Er wird wissen was zu tun ist. Ich kann nicht mehr. Als am anderen Ende der Leitung jemand ran geht, fängt mein Vater freundschaftlich mit dem Polizisten zu reden. Anscheinend kennen sie sich, sie reden wie alte Kumpels, lachen. Ich bin verstört und Panik überfällt mich wieder. Was ist hier los? Mein Vater legt auf. Hää? Wieso? Dann nimmt er ein Funkgerät, stellt es auf den Tisch, dreht an ein paar Rädchen und sagt etwas hinein. Eine Weile der Stille, dann antwortet der Polizist, der vorher am Telefon war und die beiden reden über Funk weiter.

Plötzlich befinde ich mich in einem Auto. Ich habe einen Anzug an und weiß, dass ich gleich in meiner Schule das Koloquium meiner Jahresarbeit halten muss. Ich habe Angst davor. Noch schlimmer ist das ständige Bewusstsein, dass S. tot ist, ich nichts machen kann und ausgerechnet jetzt noch mein Koloquium halten muss. Kann ich es nicht absagen? Nein es geht nicht. Das Auto hält vor meiner Schule, ich steige aus. Das Schultor ist jedoch versperrt. Man gelangt nur durch einen kleinen Spalt auf das Schulgelände, doch vor dem steht ein Schüler, der wie ein Security-Mensch wirkt. Ich frage einen anderen Schüler, der ebenfalls vor dem Tor wartet was los ist und der antwortet mir, dass Fasching ist und jeder verkleideit sein muss. Wer nicht verkleidet ist bekommt ein Kostüm verpasst und das soll nicht sehr angenehm sein, sagt er. Wieder ein Anflug von Panik in meinem Kopf. Ich hatte doch keine Zeit mir ein Kostüm zu überlegen. Nicht in dieser Situation. S. ist tot. Und außerdem muss ich Koloquium halten.

Ich wache auf und mir ist schlecht.

Ps: Mein Computer bekommt zur Zeit einen Systemwechsel (Linux) und wird aufgepimpt, ist deshalb nicht zu Hause, daher so wenig Einträge in der letzten Zeit.

SINNAN

Wer wissen will was dabei herauskommt wenn man in Ostdeutschland (Kühe, Schweine) auf die Suche nach politischen Idealen geht, sollte sich das Hörspiel SINNAN herunterladen.

Sinnan Hörspiel

(auf den Link klicken, dann auf download file)

SINNAN ist eine Produktion von Schroeter und Berger und der Mitpilgerzentrale. Musik und Soundeffekte stammen von Galerie 3000.

Die Bildershow zum Hörspiel:

Leben wie Gott im Osten…

Ps: Als ich heute mit andersleben im Kino war, meinte dieser, dass ich eigentlich andersleben sollte. Seltsam. Auf dem Nachhauseweg ist mir glatt der Gürtel geplatzt und ich musst auf dem restlichen Weg meine Hose festhalten.

Pps: Blut tropft von Helm und Sebel – hat sich deine unvollhofft andere Malzeit wenigstens gelohnt? Unfreiwillige Reise trotzdem genossen? (-;

EDIT: Der obige Link zum Hörspiel ist inzwischen tot. Man kann sich das Hörspiel hier anhören.