Endlich…

…ist die auch die etabliertere linke Presse auf ein brennendes Thema aufmerksam geworden.

Seit zwei Jahren weigert sich die Konzernleitung der Deutschen Bahn (Mehdorn) an deutschen Bahnhöfen eine Ausstellung über 11.000 deportierte Kinder zu zeigen. Die zum größten Teil jüdischen Kinder wurden zwischen 1942 und 1944 von den Nazis von Frankreich nach Auschwitz deportiert. Der Transport lief über die Deutsche Reichsbahn, deren rechtliche Nachfolgerin die Deutsche Bahn ist. Endlich ist es in den letzten Wochen zu Verhandlungen zwischen der Organisation „Söhne und Töchter der deportierten Kinder“ (die die Ausstellung zuvor in Frankreich gezeigt hatte und deren Vertreterin Beathe Klarsfeld sit) und der Konzernleitung gekommen, was auch den Aktionen und der Öffentlichkeitsarbeit der bundesweiten Kampagne „11.000 Kinder“ zu verdanken ist. Wie es aussieht will Herr Mehdorn aber nicht einfach so die Bedingugnen erfüllen. Die Verhandlungen gilt es kritisch zu beobachten.

Beide Blätter berichten über die 11.000 Kinder.
Weiter Infos unter German Foreign Policy.


1 Antwort auf “Endlich…”


  1. 1 Günter von der Hütte 31. Dezember 2006 um 13:40 Uhr

    Da war die „stinopresse“ aber schneller, Anfang Dezember druckte die FAZ einen kritischen Artikel über den Chef der DB, der nun endlich eine Ausstellung in die Bahnhöfe, über die Geschichte der DB, setzen wolle, in der auch das Material der Mehdorns einfließen soll. Meiner Meinung nur ein kleiner Happen, ein kleines Eingeständis, um den Protest einzudämmen, der sehr am Ruf der Bahn rüttelt.

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